Weniger KI! Mehr Frust?: So viel Spaß macht das neue EA Sports FC 27 wirklich Ab heute können Spieler mit dem „Early Access“ das neue EA FC 27 spielen Jedes Jahr die gleiche Frage: Was ist diesmal anders beim Fußball-Klassiker von EA Sports!

Mein erstes Urteil zu EA Sports FC 27: vertraut, aber anders. Wer die Vorgänger kennt, findet sich sofort zurecht.

Menüs, Karriere, Spielaufbau – vieles sieht aus und fühlt sich an wie gewohnt. Bei der Menüführung gibt es nur kleine Veränderungen.

Auch neue Animationen, Grafiken, Icons, Promos und Workouts gehören zum jährlichen Pflichtprogramm. Aber auf dem Platz hat sich etwas verändert.

Der weltweite offizielle Veröffentlichungstag ist der 25. September

EA FC 27 nimmt die KI stärker zurück. Gerade in der Defensive muss der Spieler deutlich mehr selbst machen.

Verteidiger nehmen nicht mehr automatisch alles weg. Selbst steuern, richtig stehen, im richtigen Moment reagieren – das wird wichtiger.

Das ist grundsätzlich eine gute Idee. Aber am Anfang kann es richtig frustrieren.

Manchmal braucht man nur einen Bruchteil einer Sekunde, um überhaupt zu merken, dass man gerade den richtigen Spieler steuert. In dieser Zeit ist der Angreifer schon vorbei.

Die KI hat einem im vergangenen Jahr solche Situationen noch häufiger abgenommen. Auch offensiv wird mehr Können verlangt.

Steilpässe sind deutlich weniger nach dem Motto „Dreieck drücken und hoffen“. Richtung und Stärke müssen genauer passen.

Ecken sind ebenfalls schwieriger geworden: Einfach irgendwo in den Strafraum flanken und auf den lieben Fußballgott hoffen, funktioniert nicht mehr so zuverlässig. Unterm Strich fühlt sich FC 27 für mich etwas langsamer an – gleichzeitig aber stärker skillbasiert.

Das Spiel nimmt einem weniger ab. Wer gut steuert und gut timt, wird belohnt.

Mit dem neuen „Grounds“-Modus erschafft EA eine Welt zum Eintauchen … und Kicken! Auch bei den PlayStyles hat sich die Lage verschoben.

Was im vergangenen Jahr stark war, ist nicht automatisch wieder stark. Flache Pässe bleiben mächtig, angeschnittene Schüsse fühlen sich dagegen weniger dominant an.

Das kann sich natürlich mit dem ersten großen Patch wieder ändern. Und dann ist da noch mein persönlicher Frust-Bolzen: Verletzungen.

In meiner Karriere war mein Spieler direkt im ersten Spiel verletzt. Das ist besonders bitter, weil ich meine letzte Karriere vor zwei Jahren nach zehn Saisons beendet habe – unter anderem, weil sich mein Spieler gefühlt ständig verletzt hat.

Und dann spiele ich anschließend eine WM mit Argentinien. Ergebnis?

Meine drei vorhandenen Stürmer verletzen sich in den ersten beiden Spielen. Ganz ehrlich: Bock macht das nicht.

Bei den Zweikämpfen habe ich das Gefühl, dass die Verteidiger etwas mehr knüppeln. Gerade in heiklen Situationen könnte EA hier noch einmal nachjustieren.

Abdrängen, grätschen, verletzen? Auch ein Kylian Mbappé ist nicht vor knüppelnden Verteidigern sicher

Neu sind auch intensivere Vertragsverhandlungen im Manager-Modus.

Nett. Ob das langfristig einen großen Unterschied macht, muss sich erst zeigen.

Und natürlich gibt es Dinge, die mich persönlich seit Jahren nerven. Mein Inter Mailand heißt immer noch FC Lombardia.

Ja, ich weiß … die Lizenz. Dennoch: Schade!

Das Grundgefühl bleibt deshalb klar: FC 27 ist kein komplett neues Fußballspiel – aber es ist weiterhin das Nonplusultra der Fußball-Simulationen. Es ist ein vertrautes EA FC mit einer deutlich skillbasierteren Note.

Das Spiel nimmt uns weniger ab. Mehr eigenes Timing.

Mehr eigenes Steuern. Mehr Skill.

Das kann richtig Spaß machen. Es kann aber genauso schnell richtig nerven.

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