Flutlichtkracher in Dresden: Zweitliga-Profi will Papas Liebe ärgern Patrice Covic wechselte am Deadline-Day per Leihe von Werder Bremen zu Dynamo Dresden Dynamo Dresden gegen Hertha BSC! Beim Zweitliga-Topspiel am Samstagabend (20.30 Uhr) stolpert man quasi automatisch über den Namen von Dynamos Neuzugang Patrice Covic (19).

Das Mittelfeldtalent kam erst vor gut zwei Wochen per Leihe von Werder Bremen zu den Sachsen und trifft jetzt auf den Herzensverein seines bekannten Vaters. Spieler, Nachwuchstrainer, Reserve-Coach und Profi-Trainer – Ante Covic (51) war in mehr als drei Jahrzehnten bei den Berlinern alles.

Als sein Sohn Patrice im vergangenen März bei Union Berlin (4:1) das erste Mal in der Bundesliga trifft, kullern bei ihm Freudentränen auf der Tribüne. Im März weinte Ante Covic vor Freude über den ersten Bundesliga-Treffer seines Sohnes für Bremen bei Union Berlin

Doch diesmal will Patrice Papas Liebe ärgern!

Natürlich hatte er seinen Junior beim Wechsel beraten. Der Sohn erzählt: „Klar gab es das ein oder andere Gespräch.

Ich muss eigentlich sagen, ich habe es lange versucht zu vermeiden. Weil ich mir auch mein eigenes Bild machen möchte.“

Aber bei der Erfahrung in der Branche muss man zumindest etwas Familien-Hilfe sicher annehmen.

„Es war eine wichtige Entscheidung für mich und meine Karriere. Da hat er mir seine Idee mitgegeben.“

Gemeinsame Erinnerung ans volle Olympiastadion

Interessant: Schon mit sechs Jahren war er mal mit dem Papa in der Freizeit im Harbig-Stadion.

Als Dynamo 2019 im Elfmeterschießen des DFB-Pokals 7:8 verliert, stand Ante Covic als Cheftrainer vor 70.000 Zuschauern – darunter 35.000 aus Dresden – an der Seitenlinie. Patrice saß damals im Olympiastadion: „Da habe ich wieder einen guten Eindruck von den Dynamo-Fans bekommen.

Das war auch Wahnsinn. Dynamo ist ein großer Verein, bekannt für seine Wucht.“

Volle Dynamo-Kurven im Berliner Olympiastadion in der 2. DFB-Pokal-Runde 2019

Diesmal ist der Sohn unten – und der Papa mutmaßlich nicht oben auf der Tribüne, sondern vorm Fernseher, weil er mit Herthas U19 am Sonntag (11 Uhr) beim VfB Stuttgart ran muss.

Ob Patrice erstmals in der Startelf steht oder wie in Braunschweig (2:2) von der Bank kommt, wird spannend. SGD-Trainer Thomas Stamm (43): „Er ist dort sehr gut reingekommen.

Wir hatten vorher ja noch nicht so viele Trainingseindrücke von ihm. Über so ein Spiel bekommt man ein anderes Gefühl.

Er hat uns eine unglaubliche Sicherheit und Ruhe mit Ball gegeben.“

Covic vor Startelf-Debüt? „Ich brenne“

Interessant: Covic könnte auch mit Robert Wagner (23) und Niklas Hauptmann (30) in der Zentrale auflaufen.

Selbst meint das Juwel: „Ich bin ein Junge, der brennt. Ich verstehe, dass man mir etwas Zeit geben will, aber - wenn's nach mir geht - spiele ich gern direkt.“ Gerade gegen Hertha!

Stamm tut sich für gewöhnlich schwer, Spieler von Beginn an ins kalte Wasser zu schmeißen, wenn sie noch nicht alle taktischen Abläufe verinnerlicht haben. „Hertha kriegt Umschaltmomente offensiv wie defensiv sehr gut hin, alle hellwach, in hoher Intensität.

Sie sind deutlich kompakter als letzte Saison“, erklärt der Schweizer die neue Stärke des Spitzenreiters (fünf Spiele, fünf Siege). Cristian Fiel und Ante Covic (re.) als Trainer beider Vereine beim DFB-Pokal-Spiel 2019

Deshalb könnte das besondere Spiel gegen den Ex-Klub, bei dem Patrice Covic neun Jahre bis zur U17 ausgebildet wurde, genau eins zu früh sein.

Schließlich steht anschließend die Länderspielpause zum Einarbeiten an. Der Techniker: „Ich versuche auch in dem jungen Alter, Verantwortung auf und neben dem Platz zu übernehmen.

Davor habe ich keine Scheu. Ich will dem Spiel meinen Stempel aufdrücken.“ Und das kann er theoretisch auch noch einmal von der Bank!

Doch wie reagiert der Papa, wenn er diesmal trifft? Haben Sie Fehler entdeckt?

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