Wahnsinn in der Nachspielzeit: Ex-Dynamo schießt Eigentor des Jahres Teamkamerad Jannik Oltrogge tröstet Dennis Duah vom TSV Havelse nach seinem Eigentor Es gibt Szenen im Fußball, die sind nicht zu erklären. Drittligist TSV Havelse stand am Dienstagabend kurz vor einem sensationellen Punktgewinn bei Aufstiegskandidat MSV Duisburg.
Dann kam die vierte Minute der Nachspielzeit und es passierte das Unglaubliche. Innenverteidiger Dennis Duah (23), bekannt aus seiner eher wenig erfolgreichen Zeit bei Dynamo Dresden, will eine Flanke mit der Innenseite nach vorn klären, der Ball rutscht ihm komplett über den Spann und fliegt nach hinten über den Innenpfosten in die Maschen - 2:1 für Duisburg, Havelse geht leer aus.
Aufgrund der Gesamtsituation ist es wohl das verrückteste Eigentor des Jahres, weil nichts mehr zu korrigieren geht und einfach Schluss ist. Duah steht danach wie gelähmt noch gefühlt Minuten regungslos da, hat Tränen in den Augen und ist fix und fertig.
Während die knapp 18.000 Zuschauer ihr Glück kaum fassen können, spielen sich unten auf dem Platz rührende Szenen ab. MSV-Trainer Dietmar Hirsch (54) geht direkt zum „Siegtorschützen“, um den gegnerischen Abwehrmann aufzurichten.
Mehrere Mitspieler nehmen den Deutsch-Ghanaer in den Arm, um ihm beizustehen. Hirsch sagte nach der Partie: „Dass er den Ball in der letzten Minute so abfälscht, dass er reingeht, tut halt weh - vor allem, wenn man so gut gespielt hat.
Das war total dramatisch. Ich wollte ihn einfach trösten, weil er mir schon sehr leidtat.“
MSV-Coach Dietmar Hirsch legt den linken Arm um Dennis Duah, will ihm gut zureden
In Havelse ist Duah in der Innenverteidigung aktuell gesetzt, während er bei Dynamo Dresden früher nicht eine Pflichtspielminute zum Einsatz kam und auch bei Energie Cottbus später eher eine überschaubare Rolle spielte.
Die Mitspieler dürften ihm jetzt helfen, den Tiefschlag wegzustecken. Schließlich ist auch anderen schon ein ähnlich denkbares Luftloch passiert - wenn auch nicht in einer solch bezeichnenden Situation...
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