Doppelpack-Held zeigt Bauch: Ratifos Tattoo-Botschaft an die HFC-Fans Hier trifft HFC-Stürmer Stanley Ratifo zum 1:0 gegen Jena Quälende neuneinhalb Pflichtspiele musste Stanley Ratifo (31) auf diesen Moment beim Halleschen FC warten. Am Dienstagabend brach für den Stürmer nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt endlich der Bann.

In der 50. Minute lupfte Ratifo den HFC im Derby gegen Jena (2:0) nach einem sensationellen Solo-Lauf zur 1:0‑Führung. „Heute ist der Tag“, kündigte der Deutsch-Mosambikaner bereits vor der Partie an.

Er sollte recht behalten. Ratifos ungewöhnliche Tattoo-Botschaft

Beim Jubel nach der Tor-Erlösung brachen schließlich alle Dämme.

Der Stürmer wurde von seinen Teamkollegen geherzt und präsentierte den Fans anschließend auch noch eine Tattoo-Botschaft auf seinem Bauch. Ratifo am MDR-Mikro: „Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat.

Es waren pure Emotionen und eine Botschaft an die Fans. Ich wollte zeigen, dass ich einer von hier bin, und habe meine Postleitzahl auf dem Bauch gezeigt.“

Nach seinem Treffer präsentierte Ratifo den HFC-Fans seinen Bauch mit dem Postleitzahlen-Tattoo

Wochenlang hatte es der Neuzugang von Chemie Leipzig vergeblich versucht und vor dem Tor teilweise auch kläglich vergeben.

Eine Leidenszeit, die zunehmend zur Kopfsache wurde. Ratifo: „Man fängt an, darüber nachzudenken.

Aber als ich dann in der Jubeltraube der ganzen Mannschaft war, hat man gemerkt, wie sehr wir alle zusammenstehen. Ich bin einfach dankbar für die ersten Treffer.“

Der Knoten war geplatzt.

Das bekam Jena gleich noch ein zweites Mal zu spüren. In der 71. Minute machte Ratifo nach einem Hacken-Assist von Sturmpartner Tunay Deniz Benyamina den Deckel auf die Partie und schnürte seinen Doppelpack.

Ganz Halle atmet auf! Kapitän Niklas Landgraf: „Seitdem er hier ist, hat er hart gearbeitet und Verantwortung übernommen.

Er ist ein Top-Typ und hatte bislang nicht das Quäntchen Glück. Ich freue mich sehr für Stan, dass er jetzt diesen Brustlöser hatte.“

Nach dem Ende seines Tor-Fluchs soll es nun auch mit dem HFC wieder aufwärtsgehen.

Ratifo strotzt vor neuem Selbstvertrauen: „Fußball ist heute so und morgen so. Aber wir werden nicht zulassen, dass der HFC nur Mittelmaß ist.“ Worte, denen schon am Freitag in Zwickau die nächsten Taten folgen sollen ...

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