Sein Lächeln bleibt unvergessen: Ein Nachruf zum Tod von Peter Hermann Co-Trainer-Legende und Aufstiegsheld: Peter Hermann verstarb im Alter von 74 Jahren Leverkusen – Peter Hermann ist tot. Die traurige Nachricht hat am Samstag in Fußball-Deutschland Bestürzung ausgelöst.
Besonders in Leverkusen. Denn bei Bayer 04 war er schon zu Lebzeiten eine Legende.
Ohne Peter Hermann, der am Samstag im Alter von 74 Jahren starb, wäre der Werksklub nie zu einem europäischen Topverein geworden. In Leverkusen wusste jeder, dass Hermann seit längerer Zeit an der Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) litt.
Seine Bayer-Freunde Jürgen Gelsdorf und Dirk Dreher sorgten immer dafür, dass er in einem Rollstuhl in die BayArena gefahren wurde, um die Heimspiele sehen zu können. Sein Lächeln bleibt unvergessen.
Seine offene, herzliche und ehrliche Art zog jeden in seinen Bann – Spieler, Funktionäre und auch uns Journalisten. Als Co-Trainer von Klaus Toppmöller (r./75) erreichte Peter Hermann 2002 das Finale der Champions League
Leverkusen hat Peter Hermann sehr, sehr viel zu verdanken.
„Er war der Co-Trainer schlechthin in Deutschland“, schreibt Bayer 04. An der Seite von Trainergrößen wie Jupp Heynckes, Christoph Daum, Klaus Augenthaler oder Klaus Toppmöller arbeitete er erfolgreich unter dem Bayer-Kreuz. Für die Bayer-Fans war Peter Hermann vor allem einer der Aufstiegshelden.
Er absolvierte 28 Spiele und schoss zwei Tore in der Saison 1978/79 – Hermann hatte großen Anteil am Bundesliga-Aufstieg. Es war ein Meilenstein.
Ein Durchbruch. Plötzlich waren die Werkskicker Erstliga-Profis.
Bis heute ist Leverkusen nie abgestiegen – und auch das war Hermann zu verdanken: 1996 sprang er als Interimscoach ein und rettete das Team mit dem 1:1 gegen Lautern am 34. Spieltag vor dem Abstieg. Er bewahrte in der größten Krise des Klubs die Nerven.
2021 wurde er noch mal zum Retter: An der Seite von Trainer Hannes Wolf schaffte Hermann mit Bayer die Qualifikation zur Europa League. Sport-Boss Simon Rolfes würdigt eine der wichtigsten Personen der Klub-Geschichte: „Peter Hermann war für ganz viele Spieler, mit denen er gearbeitet hat, schlicht und einfach Bayer 04. Er stand für diesen Klub wie wenige andere.
Mit seiner eigenen herzlichen Art war er immer für jeden Einzelnen da. Er hat unterstützt, gefördert und vor allem auch gefordert, um uns als Fußballer besser zu machen.
Auf Peter konnte man sich verlassen. Bayer 04 Leverkusen trauert um eine ganz große Persönlichkeit des deutschen Fußballs.
Peter, wir werden dich vermissen.“
Beim Bundesliga-Heimspiel am heutigen Sonntag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr) wird die Werkself mit Trauerflor auflaufen. Vor dem Anpfiff gibt es eine Gedenkminute.
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