Nach 1:2-Pleite gegen Hertha: Dynamo-Kapitän Hauptmann kontert Kraftlos-Vorwürfe Am Einsatz lag´s nicht: Kapitän Niklas Hauptmann spulte mit seinen Dynamos ein enormes Laufpensum ab Dynamo Dresden hängt nach der 1:2-Pleite gegen Hertha BSC im Tabellenkeller der 2. Liga fest – und viele fragen sich, wie das mit dem vor der Saison so hochgelobten Kader passieren konnte. Ex-Profi und TV-Experte Felix Kroos (35/RTL, Sky) lieferte nach dem Spiel einen Ansatz: „In der 2. Halbzeit fehlte in einigen Situationen die Kraft.

Das darf natürlich nicht sein.“ Tatsächlich ging den Dresdnern Richtung Spielende die Puste aus. An einer mangelnden Fitness liegt das allerdings nicht, stellt Kapitän Niklas Hauptmann (30) klar.

„Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit läuferisch viel investiert, dafür hinten raus ein bisschen den Preis gezahlt“, analysierte der Spielmacher. Tatsächlich hat sein Team insgesamt 132 Kilometer runtergespult – eine Laufleistung, die seit fünf Jahren kein Zweitliga-Team mehr erreicht hat.

Dresden hechelt dem Ball zu oft hinterher

Die Ursache darin sieht der Spielmacher im technischen Bereich: „Wir sind im Ballbesitz nicht sauber genug, um den Gegner auch mal ins Laufen zu bringen. Mit längeren Ballbesitz-Phasen hast du die Möglichkeit, auch mal eine Sekunde durchzuschnaufen.

So aber läufst du dem Ball hinterher und musst unglaublich viele Meter machen.“

Ex-Profi Felix Kroos arbeitet u.a. als TV-Experte bei RTL und Sky

Hauptmanns Fazit: „Die Mannschaft haut aktuell das Machbare raus.

Aber mit dem Saisonstart hast du nicht die Leichtigkeit. Das brauchen wir nicht schönreden.“ Dabei ist es bei Weitem nicht so, dass Dynamo Dresden dem Gegner klar unterlegen ist.

Gerade in den ersten 45 Minuten war die SGD mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe, ging nicht unverdient durch den Ex-Herthaner Patrice Covic bei dessen Startelf-Debüt in Führung. Wieder keine Punkte!

Nach der Pleite gegen Hertha waren die Dynamos um Ben Bobzien (vorn) sichtlich geknickt

„Am Ende sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen“, so Hauptmann. „Dadurch kriegen wir zu viele Gegentore und sind vor dem Tor nicht effektiv genug.“ Der Berliner Siegtreffer ist das beste Beispiel dafür: Der eingewechselte Daferner vergibt die Chance zur Führung und im Gegenzug schlägt es zum 1:2 ein.

Stamm: „Körpersprache muss nach oben gehen“

„Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr in der Lage, schnelle Gegenstöße zu verhindern“, räumte auch Trainer Thomas Stamm (43) ein. „Wir müssen dahin kommen, dass wir, wenn wir selber eine Chance haben, nicht so hadern.

Sondern die Körpersprache nach oben gehen muss und wir sofort wieder in die Position kommen. Dann kommt es gar nicht zu diesen Umschaltmomenten.“

Kommt da die ungewöhnlich lange Länderspielpause gerade recht, um an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen?

Hauptmann: „Grundsätzlich ist es nicht gut, dass wir jetzt drei Wochen mit diesem Gefühl rumlaufen. Auf der anderen Seite haben wir Zeit, um Themen zu bearbeiten und Dinge anzugehen.

Denn wir haben ein paar Baustellen...“

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