Nach Auftakt-Klatsche: Bundesliga-Trainer überrascht mit DIESER Aussage Bonns John-Michael Wright (26/r.) war von den Veolia Towers Hamburg nicht zu stoppen Die Euphorie bei den Veolia Towers nach dem überraschenden Pokal-Sieg gegen die hoch eingeschätzten Rostock Seawolves war groß. Doch nach dem Start in die Easycredit Basketball Bundesliga sind die Hamburger sofort zurück auf dem Hartholzboden der Tatsachen.

Bei den Telekom Baskets Bonn setzte es ein derbes 72:96 (34:45). Die ernüchternde Erkenntnis nach den ersten 40 Minuten der neuen Spielzeit: Die Türme sind noch SEHR weit von den Top-Teams der Liga entfernt.

Das Fazit von Trainer Benka Barloschky (38) fiel angesichts der Klatsche überraschend positiv aus. „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht, auch wenn das Ergebnis am Ende sehr deutlich ausgefallen ist“, sagte das Klub-Urgestein.

Seine Begründung: „Wir haben eine junge Mannschaft mit vielen Spielern, die auf diesem Level noch nicht gespielt haben. Dann kommst du in diese Halle, zu einem der schwierigsten Auswärtsspiele des Jahres, gerade auch aufgrund der Atmosphäre.

Das sind Erfahrungen, in die wir uns reinarbeiten und an denen wir wachsen müssen – und das werden wir auch. Wir haben auch viel Gutes gezeigt und können einiges mitnehmen, das uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben kann.“

Vergangene Saison hatten die Towers zu Saisonbeginn 19 (!) Pflichtspiele in Serie verloren.

Trotzdem schafften sie noch den Klassenerhalt. Im Sommer folgte der nächste Total-Umbruch.

Nur drei Stammspieler blieben, neun Neue kamen dazu. Ganz anders die hoch eingeschätzten Bonner.

Der Tabellenvierte der Vorsaison behielt sein Team weitgehend zusammen und verstärkte sich nur punktuell. Mit durchschlagendem Erfolg – der Play-off-Aspirant hat seine größte Schwäche behoben!

In der vergangenen Spielzeit war die Magenta-Truppe mit einer Trefferquote von nur 26,7 Prozent das schlechteste Dreier-Team der Liga. Am Samstag rieben sich die 5221 Fans auf dem Hardtberg die Augen.

13 von 27 Würfen von jenseits der 6,75-Meter-Linie flogen durch den Ring – 48 Prozent! Riesenanteil daran hatte Neuzugang John-Michael Wright (26/kam aus Zagreb).

Der Ami versenkte sieben von neun Distanzwürfen und war am Ende mit 25 Punkten auch Top-Scorer. Für die Gäste traf der Franzose Mathys Kangudia (22) mit 16 Zählern am besten.

BBL: Nach Auftakt-Klatsche in Bonn: Towers-Trainer Benka Barloschky überrascht mit DIESER Aussage

„Es ist natürlich schwer, ein Spiel zu gewinnen, wenn der Gegner so hochprozentig trifft“, sagte der neue Führungsspieler David Muenkat. „Aber es war erst das erste Saisonspiel, deshalb gibt es für uns keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.“

Für sein Team lief es jedoch schnell in die falsche Richtung: Bonn führte nach fünf Minuten mit 13:5. „Gerade in der ersten Halbzeit hat uns im ersten Viertel die nötige Durchschlagskraft gefehlt“, analysierte Barloschky.

„Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt.“ Ein 7:0-Lauf zu Beginn des dritten Viertels brachte dann früh die Entscheidung (52:34). Irre: Im Schlussabschnitt gelangen Bonns Jeff Garrett (31) durch einen Ballverlust der Gäste vier Punkte in nur zehn Sekunden!

Doch auch der kanadische Nationalspieler Muenkat wollte solche Fehler nicht überbewerten: „Für uns ist das eine wichtige Erfahrung, aus der wir lernen müssen. Trotzdem haben wir auch viele gute Dinge gezeigt.

Deshalb bleiben wir optimistisch, arbeiten weiter und richten den Blick auf das nächste Spiel am Freitag.“ Da kommt mit den Niners Chemnitz das nächste Top-Team auf die Elbinsel Wilhelmsburg (20 Uhr, live Dyn). Haben Sie Fehler entdeckt?

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