3:3 in Münster: Saarbrücken verpasst dritten Auswärtssieg Kelsey Owusu (22, Mitte) machte ein Tor für die Jahresrückblicke In dieser Drittliga-Saison ist beim 1. FC Saarbrücken immer Spektakel! Das 3:3 bei Zweitliga-Absteiger Münster bedeutet mit Blick auf den Aufstieg aber eher zwei verschenkte Punkte für die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis (40), weil die Saarländer fast über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft waren.
Giannikis: „Wir waren kurz nach der Pause nicht aufmerksam genug und haben Münster zurück ins Spiel gebracht.“ In der vergangenen Saison feierte der FCS in 19 Spielen nur zwei Auswärtssiege, nun wurde der bereits dritte in dieser Saison haarscharf verpasst. Der FCS startet stark ins Spiel.
Nach Rizzutos Knaller kann Münster-Keeper Behrens nur prallen lassen und Alexander Staff schiebt zur Gästeführung ein (4.). Das erste Saisontor von Stürmer Staff, der bis Saisonende von Eintracht Frankfurt ausgeliehen ist.
Nächster Streich: Der wieselflinke Kelsey Owusu tankt sich ab der Mittellinie durch und lässt gleich vier Gegenspieler stehen. Sein Linksschuss prallt an den rechten Innenpfosten und von dort zum 2:0 für die hoch überlegenen Gäste ins Tor (19.).
Zu diesem Zeitpunkt riecht alles nach einem Debakel für den Absteiger aus der 2. Liga, der überhaupt nicht ins Spiel kommt. Traf gegen seinen Ex-Klub: FCS-Kapitän Florian Pick (31)
Die kalte Dusche folgt allerdings für die Saarbrücker, die am vergangenen Wochenende unglücklich 0:1 gegen Ingolstadt verloren hatten.
Nur 93 Sekunden nach dem 2:0 kommt Münsters Makridis unbedrängt zum Kopfball und trifft zum Anschluss. Dann ist wieder Saarbrücken dran: Owusu, herrlich freigespielt von Rizzuto, flankt auf Florian Pick, der per Direktabnahme zum 3:1 (29.) einlocht.
Den Jubel gegen seinen Ex-Klub verkneift sich Saarbrückens Kapitän. Preußen kommt wie ausgewechselt aus der Kabine.
Erst markiert Zeller das 2:3 (57.) per Kopf, dann trifft der Sekunden zuvor eingewechselte Ndikom mit herrlichem Weitschuss zum 3:3 (62.). Jetzt ist es ein Spiel mit offenem Visier und beide wollen den Sieg.
Nach 5:2 gegen Essen und 6:1 in Meppen das nächste Spektakel mit Saarbrücker Beteiligung. Diesmal allerdings ohne Happy End für die Saarländer, weil sich Preußen-Kapitän Paetow in die Bälle von Multhaup und Pick schmeißt, Behrens herausragend gegen Brünker hält.
FCS aktuell nur Tabellensechster, aber ... Giannikis: „Wir haben ein wirklich hervorragendes Spiel gesehen, leider am Ende nicht den Deckel darauf gemacht.
Allerdings war das ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, die Mannschaft entwickelt sich.“ Saarbrücken rutscht vorm Heimspiel am Samstag (16.30 Uhr) gegen Aufsteiger Großaspach auf den sechsten Platz ab, bleibt in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Haben Sie Fehler entdeckt?
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