9 Gidsel-Tore reichen nicht: Füchse verlieren das Spiel schon vor der Pause Mathias Gidsel (27) konnte mit seinen 10 Toren die Füchse nicht vor der Niederlage bewahren Die Rechnung für das Viertelfinal-K.o. der vergangenen Saison ist beglichen!

Nachdem die Füchse Berlin vier der letzten fünf Duelle gegen Veszprém für sich entscheiden konnten, holten sich die Ungarn nun die Revanche. Angeführt von Weltklasse-Keeper Emil Nielsen gewann der Champions-League-Titelfavorit vor 7732 Zuschauern in Berlin das Duell in der neuen Königsklassen-Gruppenphase mit 34:29 (21:16).

In der Halle schauen alle besonders auf dieses Duell: Der beste Torhüter der Welt gegen den besten Spieler der Welt. Füchse-Star Mathias Gidsel (27) gegen Veszprém-Gigant Emil Nielsen (29).

Für die Fans ein echter Handball-Kracher. Für Veszprém dagegen ein millionenschwerer Masterplan: Mit Weltklasse-Torwart Nielsen sollte nach vielen gescheiterten Versuchen endlich der langersehnte Champions-League-Triumph eingekauft werden.

Und der zieht seinem dänischen Kollegen mit seinen Berlinern in der Anfangsphase gleich den Zahn. Nach 15 Minuten hat Nielsen schon 6 Paraden und Gidsel erst einen Treffer (3:3/7.).

Handball: Füchse verlieren Spiel schon in der 1. Halbzeit

Nach einem 5:0-Lauf der Ungarn staucht Trainer Nicolej Krickau (39) lautstark in der Auszeit (14.) sein Team zusammen. Schreit mit hochrotem Kopf: „Wir gehen in keine Fucking-Zweikämpfe, wir haben keine Intensität, gar kein Feuer.“ Hilft nicht: Nach dem 5:5 (11.) kommen die Füchse in nur sechs Minuten schon früh unter die Räder – 6:12 (18.).

Unglaublich, selbst in doppelter Unterzahl trifft Veszprems’ Ivan Martinovic gegen die löchrige Berliner Deckung. Torhüter Lasse Ludwig (23) kann einem leid tun.

Krickau bringt Oldie Andreas Palicka (40). Und packt dazu in der 24. Minute (nach der zweiten Auszeit) die Nothilfe-Taktik für seine Mannschaft aus.

Krickau lässt plötzlich Manndeckung (3:3) spielen. Die flinken Berliner klauen den Ungarn gleich zweimal den Ball – nur noch vier Tore hinten – 11:15 (24.).

Die erste Halbzeit ist trotzdem eine Machtdemonstration der Gäste (21:16). Unterirdisch die Wurfquote der Berliner, die liegt nur bei 45 Prozent.

In der zweiten Halbzeit dreht Mathias Gidsel auf, macht fünf Tore am Stück (insgesamt 10) und bringt die Füchse bis auf drei Tore (21:24/39.) heran. Gibt es noch das Handball-Wunder?

Aber hinten steht immer noch Emil Nielsen (10 Paraden) und hält die Ungarn im Spiel. Trotz reihenweise verballerter Chancen kommen die Berliner auf 24:25 (46.) heran.

Irre! Jetzt ist das Spiel wieder ein Krimi.

Doch auch der dritte Siebenmeter der Füchse (Gröndahl und Freihöfer verwerfen) geht nicht ins Tor. So bitter: Statt Ausgleich ziehen die Ungarn wieder auf 24:27 (48.) weg und lassen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

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