30. Todestag des Union-Stars: DDR-Olympiasieger verfiel dem Alkohol Union-Fans würdigen Reinhard Lauck 2018 mit einer Choreografie zum 50. Jahrestag des FDGB-Pokalsieges des 1. FC Union gegen Carl Zeiss Jena (1968 2:1 in Halle) Auf dem Grabstein von Reinhard „Mecki“ Lauck stand „Mecki, Du fehlst uns“. Die letzte Ruhestätte des 1997 im Alter von 51 Jahren verstorbenen Ex-Fußballstars auf dem Evangelischen Friedhof St.
Petri-Luisenstadt in Berlin-Friedrichshain existiert nicht mehr. Das Nutzungsrecht ist mutmaßlich 2017 abgelaufen.
Die Erinnerungen an den früheren Kicker von Energie Cottbus, des 1. FC Union und BFC Dynamo sind aber noch da. Am heutigen Mittwoch wäre der DDR-Nationalspieler (33 Einsätze/3 Tore) 80 Jahre alt geworden.
Lauck gehörte zur großen Ost-Generation, die 1974 an der WM teilnahm und 1976 Olympiasieger wurde. Lauck stand auch in den historischen Partien am 22. Juni 1974 in Hamburg gegen die Bundesrepublik (1:0) und im olympischen Finale am 31. Juli 1976 in Montreal gegen Polen (3:1) jeweils 90 Minuten auf dem Platz.
Seine Laufbahn begann in der Lausitz bei der SG Sielow. Die nächsten Stationen waren Vorwärts Neubrandenburg und SC Cottbus, aus dem 1966 die BSG Energie Cottbus wurde.
Lauck wurde 1968 FDGB-Pokalsieger mit Union
1968 wechselte er zum 1. FC Union. Obwohl er die ganze Saison bis Ende Mai 1968 noch für Energie gespielt hatte, durfte er am 9. Juni 1968 das DDR-Pokalfinale gegen Meister Jena (2:1) bestreiten.
Damit erlebte Lauck bei seinem Union-Debüt den bis heute einzigen nationalen Titel der Eisernen hautnah mit. 1973 bestritt er noch als Unioner seine ersten fünf Länderspiele.
Doch weil Union aus der höchsten Spielklasse abgestiegen war, wechselte Lauck zum Stadtrivalen BFC Dynamo. Nur so konnte er seine WM-Teilnahme sichern.
Mit dem BFC wurde er zweimal Meister. 1981 musste er seine Karriere nach 256 DDR-Oberligaspielen (46 Tore) verletzungsbedingt beenden.
Wann er genau dem Alkohol verfiel, weiß niemand mehr. Nach der Wende hielt er sich noch mit Gelegenheitsjobs über Wasser.
Im Herbst 1997 wurde der alkoholisierte Lauck mit schweren Kopfverletzungen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg leblos aufgefunden. Am 22. Oktober 1997 verstarb er im Krankenhaus Friedrichshain.
Vergessen ist er nicht. Diskussionsstoff bis heute bietet auch die Schreibweise seines Spitznamens.
Ihn gibt es als „Mäcki“, „Mecky“ und „Mecki“. Unions Klubchronist Gerald Karpa erfuhr von Laucks Witwe Marlinde, dass „Mecki“ korrekt ist.
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