Packers-Star unter Druck: Opfer will Beweismittel sperren lassen Running Back Josh Jacobs (30) soll seine Ex-Freundin verletzt haben Die Green Bay Packers brauchen ihren Star Josh Jacobs (28). Das zeigte der verpatzte Start in die NFL-Saison bei den Minnesota Vikings (22:39) deutlich.
Doch wann der Running Back aufs Feld zurückkehren darf, wird immer ungewisser! Grund: eine neue Entwicklung in seinem Prozess um Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Jacobs soll am 23. Mai seine Ex-Freundin im Streit in seiner Garage zu Boden gestoßen und ihr Handy zerstört haben. Die NFL setzte ihn darum am 30. August bis auf Weiteres auf die sogenannte „Commissioner’s Exempt List“.
Heißt: Während die Ermittlungen laufen, ist Jacobs schon mal aus dem Verkehr gezogen, darf weder spielen noch trainieren – gilt aber noch nicht offiziell als gesperrt. Jacobs hatte vergangenen Donnerstag bei der Gerichtsverhandlung in Brown County/Wisconsin auf „no contest“ (kein Einspruch) plädiert.
Nach US-Recht bedeutet das: Er akzeptiert die Strafe, ohne formal die Schuld einzugestehen. Das Gericht verurteilte Jacobs zu 1000 Dollar Strafe.
Zu dem Vorwurf der Sachbeschädigung wurde das Verfahren unter Auflagen für zwölf Monate zurückgestellt. Sollte Jacobs in der Zeit alle Auflagen erfüllen, wird es dann eingestellt.
Zu den Auflagen gehören ein Kontaktverbot zu der Frau, eine Entschädigungszahlung und eine Therapie. „Ich verstehe vollkommen, wie ernst die Situation ist, und übernehme die volle Verantwortung“, sagte Jacobs vor Gericht.
Packers-Star Josh Jacobs unter Druck: Opfer will Beweismittel sperren lassen
Damit war der Weg eigentlich frei für die internen Ermittlungen der NFL. Doch nun nimmt der Fall eine neue Wendung.
Denn das Opfer will ein wichtiges Beweismittel dauerhaft sperren lassen – das Video der Überwachungskamera aus Jacobs’ Garage. Die Anwälte der Frau begründeten den Antrag mit dem Schutz der Privatsphäre ihrer Mandantin und berufen sich dabei auf das Opferrechtegesetz („Marsy’s Law“).
Bei einer Veröffentlichung wären ihre „Privatsphäre, Würde und Sicherheit“ gefährdet. Eine Entscheidung steht noch aus.
Klar ist: Wenn das Gericht das Video sperrt, werden sich die Ermittlungen der NFL verzögern. Laut Verhaltenskodex von Liga und Spielergewerkschaft beträgt die Standardsperre bei häuslicher Gewalt sechs Spiele.
Packers-Headcoach Matt LaFleur (46) hatte schon letzte Woche betont, dass seine Meinung über Jacobs sich trotz des Vorfalls nicht geändert habe: „Denn ich kenne den Jungen und ich kenne seinen Charakter. Ich habe das schon oft gesagt, und leider passieren im Leben manchmal Dinge.
Das ist einfach eine bedauerliche Situation.“
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