Emotionales Geständnis von Lok-Spieler: Mein Glaube verhalf mir zum Comeback Flügelflitzer Jonas Arcalean (29) ist zurück bei Lok Leipzig Beim turbulenten 3:3 in Greifswald ging das nahezu unter. Jonas Arcalean ist zurück bei Lok Leipzig.

Fünf Monate nach seinem Schlüsselbeinbruch kam er zu seinen ersten Einsatzminuten und wird auch am Mittwoch (19 Uhr) gegen den BFC im Kader stehen. „Ich bin sehr froh.

Es war eine sehr lange Zeit mit zwei Operationen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, wieder auf dem Feld zu stehen und war auch etwas emotional, als ich eingewechselt wurde“, verrät der Flügelstürmer im Lokcast, dem Podcast von Lok Leipzig.

Was ihm in der langen Zeit bis hin zum Comeback geholfen hat: „Der Glaube. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch, das Gebet hilft mir, das Gespräch mit anderen Leuten, meine Frau und meine Eltern, die mir immer zur Seite stehen, natürlich auch die Mannschaft, die zu jedem Zeitpunkt hinter mir stand.“

Jonas Arcalean ist katholisch getauft

Zum Christentum ist er durch familiäre Prägung gekommen.

„Schon als kleines Kind hat mich meine Mama mit in die Kirche genommen“, sagt er. „Es ist einfach etwas, was mir Kraft und Halt gibt, gerade das Gebet.

Einfach in sich kehren und das Gespräch mit Gott suchen und so zur Ruhe zu finden und Geschehnisse zu verarbeiten.“ Und wie ist das vorm Spiel? „Wenn ich das Gebet suche, dann frage ich jetzt nicht nach irgendeinem Ergebnis, sondern primär ist es für alle Sportler wichtig, dass man gesund und verletzungsfrei bleibt.

Und dass man in den Momenten, wo es drauf ankommt, die Ruhe hat, um die richtigen Entscheidungen auf dem Platz zu treffen.“ Er ist katholisch getauft, geht aber gern auch in die orthodoxe Kirche, weil sein Papa aus Rumänien kommt und orthodox getauft ist. Im Spiel gegen Halle hatte sich Jonas Arcalean im April schwer an der rechten Schulter verletzt

Es war eine schwere Zeit.

Arcalean: „Nach der ersten OP hatte ich wochenlang Schmerzen und der Schmerzpegel ging auch nur ganz langsam runter. Ich hatte sechs, sieben Wochen wirklich schlaflose Nächte.

Es war eine extreme Leidenszeit. Mittlerweile bin ich sehr dankbar, wie es bisher ist, aber ich habe schon noch ein Stück vor mir, bis die Schulter wieder auf dem gleichen Stand ist wie vorher.

Die letzten Prozente, die ich brauche, kann ich mir nur über Spiele holen. Ich bin über jede Minute dankbar, die ich bekomme.“

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