Die Fifa hat offiziell bestätigt, dass Gianni Infantino bei der Präsidentschaftswahl 2027 erneut kandidieren wird. Ein Sprecher des Weltverbandes erklärte, Infantino habe diese Entscheidung bereits im April getroffen und daran habe sich nichts geändert.

Bis jetzt ist kein Gegenkandidat für den amtierenden Präsidenten nominiert worden. Am Rande der Eröffnung der U20-Weltmeisterschaft der Frauen in Polen äußerte sich Infantino nur zurückhaltend zu seiner Zukunft.

Auf Fragen antwortete er, der richtige Zeitpunkt und Ort für weitere Erklärungen seien noch nicht erreicht. Stattdessen betonte er die Bedeutung, den Fußball weltweit zu fördern und Menschen durch den Sport Chancen und Würde zu vermitteln.

Trotz einiger Verbände, die ihre Unterstützung für Infantino zurückgezogen haben, und einer Frist im November zur Sicherung der nötigen Stimmen, gibt es bislang keinen Herausforderer. Infantino steht derzeit unter erheblichem Druck, unter anderem wegen eines zurückgezogenen Investorendeals, der eine Untersuchung durch die UEFA wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung ausgelöst hat.

Eine Anklage wurde bisher nicht erhoben. Der Fifa-Präsident betont, keine Gesetze verletzt zu haben und kritisierte zugleich die europäischen Verbände scharf.

Die Fifa richtete als Reaktion eine Anzeige bei US-Justizbehörden wegen angeblicher Verleumdung ein.