„Ein Sieg ist ein Sieg“: Hyrox-Triumph trotz Durchfall-Unfall Die Australierin Joanna Wietrzyk (22) ging beim HYROX Peking an ihre Grenzen und darüber hinaus Diesen Sieg hat sie unbedingt gewollt. Joanna Wietrzyk (22) aus Australien gewann den HYROX Peking (Altersklasse 16 bis 24 Jahre) in 1:01:23 Stunden – trotz heftiger Magenprobleme und einem Durchfall-Unfall während des Wettkampfs.

Alles egal. Ihr Kommentar nach dem Rennen: „Ein Sieg ist ein Sieg.“

Im Internet kursieren Fotos und Videos, wie die Australierin trotz allem nicht aufgeben will und immer weiterkämpft.

Als Grund für ihre Probleme werden vielerorts die hohen Belastungen während des Wettkampfes angeführt. Nach dem Rennen ging es für Wietrzyk direkt ins Krankenhaus, von wo aus sie sich auf Instagram zu dem Rennen äußerte und sich bei ihren Fans für die Unterstützung bedankte.

Allerdings wird Wietrzyk im Netz nicht nur für ihren Ehrgeiz udn ihr Durchhaltevermögen gefeiert. Ihr wird auch vorgeworfen, andere Teilnehmer gefährdet zu haben, weil sie nicht rechtzeitig aus dem Wettkampf ausgestiegen sei.

HYROX China erklärte, dass alle betroffenen Bahnen und die verunreinigte Ausrüstung gesperrt bzw. gereinigt und desinfiziert worden seien.

Die betreffenden Bodenbeläge wurden ausgetauscht und der Veranstaltungsort einer Grundreinigung unterzogen. Bei HYROX handelt es sich um ein standardisiertes Fitness-Wettkampf- und Trainingsformat.

Dabei werden Elemente des Ausdauer- und Krafttrainings in Wettkampfform miteinander verbunden. Ein Rennen läuft immer nach demselben Muster ab: Es besteht aus insgesamt acht Runden von je einem Kilometer.

Zwischen den Runden wird eine Übung (z.B. einen Schlitten über 50 Meter ziehen) absolviert.

Man kann einen HYROX alleine oder im Team bestreiten. Auch HYROX Deutschland nahm Stellung zu dem Durchfall-Vorfall von Wietrzyk.

Allerdings ohne sie dabei namentlich zu nennen. „Wir erwarten von unseren Athleten, dass sie an ihre absoluten Leistungsgrenzen gehen“, hieß es da.

„Bisweilen gehen sie über das hinaus, was selbst wir für möglich gehalten hätten. Genau dieser Mut, diese Widerstandsfähigkeit und die Weigerung aufzugeben, machen Spitzenathleten so außergewöhnlich.

Unsere Aufgabe ist es, ihnen den richtigen Rahmen und die passenden Leitplanken zu bieten, innerhalb derer sie sich im Wettkampf messen, Höchstleistungen erbringen und ihr volles Potenzial entfalten können.“

Und bezugnehmend auf die strengen Hygienevorschriften bei HYROX-Wettkämpfen: „Diese Bedenken sind berechtigt; als Veranstalter müssen wir bereit sein, uns ihnen zu stellen, die Geschehnisse zu analysieren und Verantwortung zu übernehmen, um uns stetig weiterzuentwickeln. Und genau das werden wir tun …“

Joanna Wietrzyk (l.) wird streng beobachtet.

Allerdings durfte sie das Rennen trotz ihrer Probleme beenden

Organisatoren kündigen Regelanpassungen an

Dennoch gab es angeblich Teilnehmer, die öffentlich ihren Unmut äußerten und auch eine Rückerstattung ihres Startgelds forderten. Aber: Laut HYROX-Regeln wird lediglich das „auf den Boden spucken oder die Nase schnäuzen“ bestraft sowie die Verunreinigung der Wettkampfstätte mit Müll oder das Sorgen für Rutschgefahr durch unsachgemäße Nutzung von Erfrischungen an Verpflegungsstationen.

Ein möglicher Durchfall-Fall wie der von Wietrzyk wurde bisher nicht bedacht. HYROX-Mitbegründer Moritz Fürste (41) in einer Erklärung: „Ich entschuldige mich bei allen, die direkt oder indirekt betroffen waren, sowie bei jedem, der der Meinung war, dass wir die Situation nicht angemessen gehandhabt haben.“ Man habe direkt begonnen, das Regelwerk und die Veranstaltungsabläufe für die Zukunft anzupassen.

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