Weg frei für Sandro Wagner: Offiziell! Hannover feuert Trainer Titz Christian Titz (55) ist als Trainer von Hannover 96 gefeuert worden Die Bosse haben sich Zeit gelassen, aber jetzt ist es perfekt.
Hannover 96 verkündete am Montagabend, dass Trainer Christian Titz (55) und Co-Trainer André Kilian (38) nach 15 Monaten gehen müssen. Interimsmäßig übernehmen wie schon vorletzte Saison Lars Barlemann (36) und Assistent Christian Schulz (43), die seit Sommer die U23 trainieren.
Unterstützt werden sie außerdem von Levent Sürme (43), der bislang im Titz-Trainerstab arbeitete. Ein Titz-Nachfolger steht noch nicht fest.
Heißer Kandidat ist Sandro Wagner (38), mit dem Hannover 96 bereits verhandelt. Beide Seiten bestätigten das.
BILD hatte bereits am Montagmittag exklusiv berichtet, dass der Zweitligist mit dem ehemaligen Augsburg-Coach und DFB-Co-Trainer verhandelt. Neben Wagner soll es noch zwei weitere Bewerber geben.
Bereits am Freitagabend hatte sich angedeutet, dass Titz keine Zukunft mehr in Hannover hat. Nach dem 1:2 in Nürnberg vermied Sportboss Jonas Boldt (44) jegliche Rückendeckung, sagte stattdessen: „Ich habe gehofft, dass wir den Schwung vom 4.
Tabellenplatz aus der vergangenen Saison mitnehmen können. Aber dass wir so – auch von den Ergebnissen und wie wir Spiele hergeschenkt haben – nicht weitermachen können, das liegt auf der Hand.“
Sandro Wagner (38) gilt als heißer Kandidat für den Trainer-Job bei Hannover 96
Nach einem Krisengipfel mit Titz, an dem auch Sportdirektor Ralf Becker teilnahm, war für Boldt endgültig klar: Hannover 96 braucht einen Trainerwechsel.
Doch weil 96-Patron Martin Kind (82) zunächst auf der Bremse stand, verzögerte sich der Rausschmiss. Parallel lief die Suche nach einem neuen Trainer auf Hochtouren.
Am Samstag fragte Boldt beim HSV wegen Co-Trainer Loic Favé (33) an, bekam aber eine Abfuhr. Wagner rückte an die Spitze der Kandidatenliste.
Ex-Profi Wagner (u.a. Bayern, Hoffenheim, Bremen, Hertha) war zuletzt bei Bundesligist FC Augsburg tätig.
Er holte aber aus den ersten elf Spielen nur sieben Punkte, musste Anfang Dezember gehen. Zuvor war er als Cheftrainer in Unterhaching (Aufstieg 2023) und als Co-Trainer für die deutsche Nationalmannschaft an der Seite von Julian Nagelsmann tätig.
Jüngst soll der Schweizer Topklub FC Basel Interesse gezeigt haben. Für den Hannover-Job müsste er seinen Vertrag in Augsburg zeitnah auflösen und in der 2.
Liga deutliche Abstriche beim Gehalt machen. Hannover 96 müsste sich im Klaren sein, dass Wagner Chance und natürlich Risiko zugleich sein kann.
Am Dienstag um 12 Uhr leiten Barlemann, Schulz und Sürme das erste Training nach dem 1:2 in Nürnberg. Das Trio soll auch am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) gegen Bochum auf der Trainerbank sitzen.
Danach ist Länderspielpause. Titz (kam 2025 aus Magdeburg) hatte Hannover 96 in seiner ersten Saison auf Platz 4 geführt.
Auf der Zielgeraden verpasste er mit seiner Mannschaft den Aufstieg und legte in der neuen Spielzeit einen Fehlstart hin. 96 holte aus den ersten fünf Spielen nur vier Punkte und liegt auf Platz 15.
Abstiegskampf statt Aufstiegsrennen! Die Chance zur Wende bekommt Titz nun nicht mehr.
Der gefeuerte Trainer in der Pressemitteilung des Klubs: „Ich bedanke mich beim Klub und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Zusammenarbeit sowie bei den Fans für die tolle Unterstützung die gesamte Zeit über. Für die weitere Saison wünsche ich der Mannschaft viel Erfolg.“
Und Boss Boldt: „Unserer Mannschaft hat es in entscheidenden Momenten an Stabilität und Klarheit gefehlt – es ist nicht gelungen, ein konstantes Leistungsniveau zu erreichen.
Zugleich sind negative Muster sichtbar geworden, die auch zum Ende der Vorsaison erkennbar waren. Unterm Strich stehen wir in der Verantwortung, für Klarheit zu sorgen.
Diese Entscheidung gibt uns nun die Möglichkeit, uns noch einmal neu zu justieren. Christian und André danken wir für das große Engagement, mit dem sie sich bei Hannover 96 eingebracht haben.“
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