Sonst droht ein Joghurt-Problem: Warum Krüger mit den HSV-Trainern verlängern MUSS Die HSV-Trainer Merlin Polzin (35/l.) und Loic Favé (33/r.), dazwischen Sport-Vorstand Kathleen Krüger (41) und Sportdirektor Claus Costa (42) Nach 0:2 und zweimal 0:5 die Trainer zu feuern, wäre keine Überraschung. Der HSV aber steht kurz davor, mit dem Team um Chef-Coach Merlin Polzin die Verträge um drei Jahre zu verlängern.

Das klingt überraschend – bei genauer Draufsicht wäre aber tatsächlich das Gegenteil der Fall. Man kann der neuen Chefin Kathleen Krüger nicht vorwerfen, überstürzt zu handeln.

Sie hat sich Monate Zeit genommen, um Verein und handelnde Personen kennenzulernen und zu bewerten. Das Ergebnis bezogen auf das Trainer-Team verkündete sie vor dem Leipzig-Spiel selbst: „Wir wissen, dass wir gemeinsam in die Zukunft gehen werden.“ Nach langer Analyse ist man also überzeugt, mit Polzin und Co.

die HSV-Zukunft erfolgreich gestalten zu können. Würde Krüger diese Überzeugung nach nur drei Saisonspielen über Bord werfen, wäre das zum einen inhaltlich absurd.

Zum anderen würde sich Krüger damit selbst beschädigen, weil man dann auch zukünftig davon ausgehen muss, dass ihre Überzeugungen eine kürzere Haltbarkeit als ein Joghurt haben. So gesehen ist eine Vertragsverlängerung mit den Trainern – bei allen berechtigten Vorwürfen wie der fehlerhaften Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Innenverteidigung – alles andere als eine Überraschung.

Sondern tatsächlich ein Muss. Haben Sie Fehler entdeckt?

Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!