Borussia Mönchengladbach steckt bereits nach zwei Bundesliga-Partien in einer tiefen Krise. Nach der 3:4-Heimniederlage gegen Elversberg, nachdem die Mannschaft noch mit 3:1 geführt hatte, stehen null Punkte und schon sieben Gegentore zu Buche.
Die Fans reagierten mit lautem Pfeifkonzert, was zu einer unsicheren Situation führte: Einige Spieler, darunter Tim Kleindienst, zogen sich zunächst zurück, während Manager Rouven Schröder zur Fan-Kurve ging und die Spieler zur Stellungnahme aufforderte. Letztlich stellte sich Kleindienst den Ultras, um die Enttäuschung der Anhänger aufzunehmen.
Gladbachs Trainer Eugen Polanski zeigte sich ebenfalls enttäuscht über den Spielverlauf. Er betonte, dass trotz hoher Intensität und Einsatz kein Vorwurf an die Mannschaft gehe, jedoch die defensive Schwäche nach der 3:1-Führung nicht entschuldbar sei.
Polanski appellierte an das Verständnis der Fans für die Mannschaft, räumte aber ein, dass die Leistung nicht den eigenen Ansprüchen entspricht. Die neuen Spielideen machen dem Team zwar Freude, jedoch führen Unsicherheiten und zu viele Fehler dazu, dass die Mannschaft die Erwartungen nicht erfüllen kann.
Die jüngsten Rückschläge bringen die Verantwortlichen und Spieler unter enormen Druck, da die frühe Negativserie negative Erinnerungen an vergangene Abstiegsgefahren wachruft. Manager Schröder hofft, dass trotz des schwierigen Starts ein Überreagieren vermieden wird und die Mannschaft und der Verein gemeinsam eine sportliche Stabilisierung erreichen können.
Das kommende Auswärtsspiel in Freiburg, einem seit fast 19 Jahren ungeliebten Gegner, steht bereits vor der Tür und stellt eine weitere Bewährungsprobe dar.
