49.325 beim Derby in Düsseldorf: Hottmann ballert Spitzenreiter MSV ab Eric Hottmann (26) jubelt über sein Siegtor Fortuna Düsseldorf stoppt den Lauf des MSV Duisburg nach vier Siegen zum Start der 3. Liga.
Und sorgt für sich selber für einen Befreiungsschlag im „Straßenbahn-Derby“. Der Absteiger kann den Blick in der Tabelle wieder nach oben richten und sich von den unteren Rängen ein wenig absetzen.
Die Zebras bleiben Erster. 49.325 Zuschauer im Derby-Fieber.
Das ist der zweitbeste Drittligabesuch aller Zeiten in Deutschland nach den 50.095 Fans 2009 bei Düsseldorfs Zweitliga-Rückkehr durch das 1:0 gegen Werder Bremen II. Doch als die Besucherzahl verkündet wird, hat Düsseldorf ganz andere „Sorgen“.
Über 12000 Zebra-Fans haben die 24 Kilometer aus der Nachbarstadt zurückgelegt. Und sind vier Minuten vor dem Abpfiff geschockt.
Da eroberte der eingewechselte Fortuna-Stürmer Eric Hottmann den Ball. Die Kampfmaschine ging ab in Richtung Strafraum – und traf flach aus 17 Metern zum 2:1.
Düsseldorfs Fans flippen aus vor Freude. Schon Slimani musste alles klarmachen
Dabei hätte der Gastgeber schon vor der Pause in Führung gehen müssen.
Allein Jung-Angreifer Anas Slimani hatte drei Top-Chancen. Vor allem die Hundertprozentige nach 29 Minuten musste reingehen.
Slimani von den Nebenleuten toll freigespielt. Alleine vor dem Tor und – daneben …
Düsseldorf in den ersten 45 Minuten überlegen.
Der MSV ohne den gesperrten Top-Torjäger Lex-Tyger Lobinger harmlos. Für den Ex-Düsseldorfer stürmte stattdessen Peter Remmert in der Spitze.
Und das zahlte sich im zweiten Durchgang ganz schnell aus. Nur 25 Sekunden nach dem Wiederanpfiff, die Düsseldorfer mit den Gedanken noch in der Kabine, erzielte Remmert, ohne dass ein Fortune nach der Pause am Ball war.
Der Gastgeber mühte sich danach gefällig bis zum Strafraum, dann kam jedoch lange nichts mehr. Aber beim MSV durch einen Konter durch Jan-Simon Symalla, der völlig frei neben den Pfosten schob.
Das musste schon die Vorentscheidung sein. Stattdessen wuselte Fabian Schleusener den Ausgleich ins MSV-Tor (68).
Ehe Hottmann die Partie komplett drehte. Und in der Nachspielzeit sorgte Torhüter Louis Lord noch für eine Schrecksekunde.
Er hatte den Ball sicher in seinen Armen, legte ihn hin – und übersah im Rücken Duisburgs Aljaz Casar. Und nahm den Ball verbotenerweise wieder auf.
Der fällige Freistoß brachte den Gästen nichts mehr ein. Fortuna-Trainer Alexander Ende strahlte: „Am Ende ist es ein Sieg gegen den Tabellenführer der Liga.
Ein Sieg der Moral in Zusammenarbeit mit den Zuschauern. Das hat mit 3.
Liga nichts zu tun, was von beiden Fanlagern kam!“
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