Nach Polanksi-Aus: Ein Rentner wäre der perfekte Gladbach-Trainer! Newsletter von BILD-Sportchef Henning Feindt Borussia Mönchengladbach kam am 3.
Spieltag in Freiburg mit 0:5 unter die Räder. Das Ende für Trainer Eugen Polanski
wenn sich ein Klub schon nach drei Spieltagen vom Trainer trennt, weiß man, dass in der Saison bisher alles schiefläuft.
Eugen Polanski (40) ist in Gladbach Geschichte. Die Frage lautet: Wer rettet die Borussia?
Das Problem beginnt beim prominentesten Kandidaten beim Gehalt: Da Ole Werner (38) Leipzig vor seiner (wenig nachvollziehbaren) Freistellung noch in die Champions League führte, kassiert er jetzt weiter über 3,5 Mio. Euro pro Jahr.
Für etwas mehr als die Hälfte zu den Fohlen umsatteln? Ich glaube nicht, dass er das macht – zumal er höhere Ambitionen haben soll.
Der beste Trainer für Gladbach ist leider schon in Rente: Lucien Favre (68). Der Schweizer hat alles, was die Mannschaft jetzt braucht: Ich kenne kaum einen besseren Fußball-Fachmann als ihn – da spielt er in der Guardiola-Liga.
Das habe ich 2011 selbst live als Reporter am Borussia-Park erlebt: Als Favre die Borussia mit sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz übernahm, ließ er im Training stundenlang elf gegen null spielen, packte die Spieler immer wieder am Handgelenk und zog sie über den Platz, um ihnen die richtigen Laufwege einzuhämmern. Von Tag 1 an wurden sie besser, packten im wahrsten Sinne „spielerisch“ die Rettung und starteten danach in die Champions League durch.
Favre, gepaart mit der Autorität von Jupp Heynckes – das wäre jetzt perfekt. Was Gladbach nicht braucht: einen Enter-Trainer, der flotte Sprüche beherrscht, aber keinen flotten Fußball.
Und noch ein Rat an Kapitän Kleindienst: Führungsstärke entsteht erst mal dadurch, dass man das Team mit Leistung anführt. Wie Stefan Effenberg im Abstiegskampf in der Saison 98/99.
Als es für Trainer Norbert Meier um alles ging, fauchte der Tiger in der Kabine: „Wenn hier heute einer einen Schritt weniger läuft als ich, wird er mich kennenlernen!“
Gladbach siegte 5:2 – und im Gegensatz zu Polanski durfte Meier noch bleiben. Haben Sie Fehler entdeckt?
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