Sie patzten gegen Frankfurt: Mainzer verteidigen ihre Abwehr-Bubis Fabio Gruber (24, l.) und Kacper Potulski (18) hatten gegen Jonathan Burkardt (26) viele Probleme Mainz – In Hamburg noch groß gelobt, gegen Frankfurt plötzlich die tragischen Helden! Fabio Gruber (24) und Kacper Potulski (18) erlebten beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt einen bitteren Nachmittag.
Beide Mainzer Verteidiger leiteten mit individuellen Fehlern die Niederlage ein. Trotzdem gibt es von ihren Mitspielern und dem Trainer keinen Vorwurf.
Beim 0:1 vertändelte Potulski den Ball im Spielaufbau. Ausgerechnet Ex-Mainzer Jonathan Burkardt (26) schnappte sich die Kugel, legte quer auf Can Uzun (20) – und der traf zur Führung.
Beim 0:2 sah dann Gruber nicht gut aus. Im Zweikampf mit Burkardt ließ sich der Innenverteidiger zu leicht abkochen.
Burkardt blieb cool und schob zum zweiten Frankfurter Treffer ein. „Das ist nichts komplett Verrücktes“
Zwei Fehler, zwei Gegentore – doch Mainz stellt sich hinter seine Abwehr-Bubis.
Sportdirektor Niko Bungert (39): „Bei Torhütern und Abwehrspielern ist es nun einmal so, dass sich Fehler schnell in Gegentore umwandeln. Das ist nichts komplett Verrücktes.
Grundsätzlich haben die Jungs über lange Zeit herausragend gut gespielt.“ Auch Torwart Robin Zentner (31) sieht die Ursache nicht ausschließlich bei den beiden Verteidigern. Vielmehr habe die Eintracht ihre Fehler durch aggressives Pressing provoziert.
Zentner: „Fakt ist, dass Frankfurt uns immer wieder unter Druck gesetzt und die Tiefe bespielt hat. Dadurch kannst du den Gegner manchmal auch zu solchen Fehlern zwingen.
Das haben sie in den Situationen gemacht.“
Urs Fischer (60) war nach dem Frankfurt-Spiel bedient
Und auch Trainer Urs Fischer (60) nimmt das Duo ausdrücklich in Schutz. „Das ist Menschlichkeit.
Wir sind Menschen. Es wäre schön, wenn sie wie Roboter funktionieren würden, aber dann hätten die Medien auch nichts mehr zu schreiben und wären arbeitslos.“
Ein Fischer-Satz mit Augenzwinkern – aber auch eine klare Botschaft an seine Spieler.
Der Schweizer weiter: „Wir haben zu viele Fehler gemacht und die Eintracht eingeladen. Das müssen wir akzeptieren.
Die Jungs machen das nicht absichtlich. Wir müssen nach vorne schauen und es beim nächsten Mal besser machen.“ Denn eines ist trotz der Fehler klar: Gruber und Potulski haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie Bundesliga können.
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