Brisanz-Spiel wieder Samstagabend: Was Dynamo-Stürmer Vermeij davon hält In der vergangenen Saison kam es beim Dynamo-Heimspiel gegen Hertha zu schweren Ausschreitungen Dynamo Dresden gegen Hertha BSC: Über die Ansetzung des Zweitliga-Knallers staunt der Fachmann und der Laie wundert sich... Nach den schweren Ausschreitungen in der Vorsaison ist das Brisanz-Duell wieder auf einen Samstagabend angesetzt worden.

Wieder steht die Partie, die um 20.30 Uhr angepfiffen wird und im Free-TV auf RTL die ganz große Bühne bekommt, bundesweit im Fokus. Torjäger Vincent Vermeij macht sich darüber so seine Gedanken: „Mich hat das schon gewundert.

Irgendwie habe ich das Gefühl, die machen das extra. Das kann kein Zufall sein.

Wahrscheinlich wollen sie zeigen, dass es mit den getroffenen Maßnahmen jetzt besser geht.“

Es gilt die höchste Sicherheitsstufe, die Polizei wird entsprechend starke Präsenz zeigen. Zudem durfte Hertha nur die Hälfte der zur Verfügung stehenden Gäste-Tickets verkaufen.

Doch nicht mal die gingen weg, weil die Berliner Ultras zum Boykott des Spiels aufriefen. Erwartet werden so nur rund 600 Hertha-Fans.

Fakt ist: Ausschlaggebend für die Ansetzung der Samstagabend-Spiele durch die Bundesliga-Gruppe (früher DFL) sind hauptsächlich die TV-Anstalten mit ihren konkreten Wünschen. Schließlich bezahlen die für die TV-Rechte viel Geld.

Da drängt sich manchmal der Verdacht auf, dass ein bisschen „Action“ nicht nur auf dem Spielfeld ganz recht wäre. Dass Vincent Vermeij (r.) in der Vorsaison mit einem Elfer an Hertha-Keeper Tjark Ernst (l.) scheiterte, hat der Holländer abgehakt

Dafür spricht auch das deutlich höhere Medieninteresse im Vorfeld der Partie.

Deshalb täten die Fans gut daran, sich diesmal von ihrer besten Seite zu zeigen. Sieht auch Vermeij so: „Ich hoffe, wir werden alle ein schönes Spiel daraus machen.“ Auf dem Rasen UND auf den Rängen!

Was die sportliche Seite betrifft, ist die Mannschaft von Dynamo Dresden gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter in der Pflicht – und entsprechend motiviert. „Ich wäre sehr glücklich, wenn wir die ersten sind, die Hertha schlagen“, gibt Vermeij zu.

Und stellt gleich noch klar, dass ihm die bisherige Bilanz der Berliner mit fünf Siegen aus fünf Spielen keine Kopfschmerzen ereitet: „Wir müssen vor keinem Angst haben, das haben wir in der vergangenen Rückrunde gezeigt.“

Vermeij hat verschossenen Elfer vergessen

Allerdings nicht gegen Hertha, beide Spiele wurden in der Vorsaison verloren. An der 0:1-Pleite in Dresden hat Vermeij zumindest eine Aktie, weil er einen Elfmeter verschoss.

„Im Fußball gehören Fehler dazu, das war einer von mir“, räumt die Holland-Latte ein. „Aber eigentlich habe ich das schon vergessen.“

Viel lieber blickt er in Gegenwart und Zukunft.

Und da versucht Vermeij angesichts der bisherigen Ergebnis-Delle Zuversicht zu verbreiten. „Am Ende geht es jedes Wochenende nur um die eine Sache – und das sind die drei Punkte.

Das ist uns leider noch nicht so gut gelungen. Aber unsere Art und Weise ist nicht schlecht.

Ich sehe jede Woche Dinge, die wir besser machen.“ Deshalb macht Vermeij, seinen Jungs Mut: „Wenn wir so weitermachen, müssen die Punkte kommen.“ Am besten schon gegen die Hertha... Haben Sie Fehler entdeckt?

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