„Bis zur gefühlten Putzfrau“: Hansa-Boss schimpft über Bank von Rot-Weiss Essen Hansa-Sportdirektor Amir Shapourzadeh (r.) zeigte zu vielen Szenen klare Kante. Auf dem Rasen gab es harte Drittliga-Kost, an der Seitenlinie mächtig Zoff.
Hansa Rostock holte ein 1:1 bei Rot-Weiss Essen. Nach dem Abpfiff kritisierte FCH-Sportdirektor Amir Shapourzadeh (43) die Essener Bank scharf.
Sein Vorwurf: Die RWE-Verantwortlichen hätten ständig auf Schiedsrichter Lukas Benen eingeredet. Ein Essener Funktionär sei sogar bis fast an die Rostocker Bank gekommen.
„Jeder pöbelt auf den Schiedsrichter ein“
Viele knappe Entscheidungen, lautstarke Proteste und fünf Gelbe Karten für Hansa: Lukas Benen (Niedersachsen) hatte an der Hafenstraße alle Hände voll zu tun. Shapourzadeh nahm Essens Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer sowie die Sportchefs Markus Steegmann und Christian Flüthmann ins Visier: „Es ist immer schwierig hier, wenn 20 Leute auf der Bank sind, vom Geschäftsführer über Sportdirektor bis zur gefühlten Putzfrau, und jeder alle zwei Sekunden auf den Schiedsrichter einpöbelt.“
Für zusätzlichen Frust sorgte eine Szene mit Hansa-Verteidiger Niklas Kölle.
Essen-Profi Jannik Hofmann hielt Kölle im Zweikampf mit der Hand. Der Rostocker verlor das Gleichgewicht, Benens Pfeife blieb stumm.
Shapourzadeh hielt die Entscheidung für fragwürdig: „In dem Tempo weiß ich nicht, ob die Hand da oben etwas zu suchen hat. Es hat sicherlich schon Spiele gegeben, in denen du dafür auch einen Elfmeter bekommen hast.“
Beim Zoff zwischen den Bänken wurde Shapourzadeh noch deutlicher.
Nach seiner Darstellung saß der Essener Geschäftsführer fast an der Rostocker Auswärtsbank. Auch der vierte Offizielle bekam sein Fett weg.
Shapourzadeh: „Da frage ich mich, wozu man den vierten Schiedsrichter an der Außenlinie hat. Und dann ist der Geschäftsführer fast auf unserer Bank.
Ich weiß gar nicht, was er da zu suchen hat.“
Dann legte der Hansa-Sportdirektor nach: „Dann lieber den vierten Mann abschaffen und das Geld für andere wichtige Dinge im Fußball sparen. Das ist ja Wahnsinn.“
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