Nach Niederlage in US-Open-Finale: Gegner beschwert sich über Zverevs Balltippen Die Szene, die Ben Shelton (23) immer wieder aufregte: Alexander Zverev (29) dribbelt bis zu 20-mal den Ball, bevor er aufschlägt Ist es unfair, ein taktisches Mittel oder dient das einfach nur der Konzentration? Um die 20-mal lässt Alexander Zverev (29) den Ball auf der Grundlinie auftippen, bevor er aufschlägt.
Einen, den das aufregt, ist Ben Shelton (23). Nachdem der Hamburger das Finale der US Open gegen den Amerikaner 6:3, 7:6, 5:7, 6:2 gewonnen hat, fordert dieser eine Regeländerung.
Klar ist, vor dem ersten Aufschlag hat ein Spieler 25 Sekunden Zeit. Die Uhr läuft rückwärts.
Hat er bei null nicht mit der Aufschlagbewegung begonnen, gibt es eine Verwarnung. Aber zwischen erstem und zweitem Aufschlag gibt es keine Regel.
Shelton: „Ich finde auch, beim ersten Aufschlag sollte man machen können, was man will. Man darf jedes Mal die vollen 25 Sekunden nutzen.
Aber es sollte eine Regel geben, wie man die Zeit bis zum zweiten Aufschlag begrenzen könnte. Unbegrenzte Zeit sollte es nicht geben.
Ich denke, es ist für unseren Sport und die Fans schwierig, so lange auf den nächsten Aufschlag zu warten.“
Ben Shelton war nach seiner Final-Niederlage in New York gegen Alexander Zverev natürlich angefressen
Seine Niederlage wollte er allerdings nicht darauf schieben, dass Zverev sich beim zweiten Aufschlag zu lange Zeit lasse. „Das hatte ich erwartet.
Ich war schon vor dem heutigen Spiel müde. In den letzten zwei Wochen habe ich fast 30 Sätze gespielt, so ungefähr.
Ich würde nicht sagen, dass meine Müdigkeit vom Warten kam. Sie ist einfach die Folge des Turniers“, sagt die Nummer 9 der Welt.
Shelton spricht mit Schiedsrichterin
Aber: „Ich glaube, es gibt keinen Sportler auf der Welt, der 30 Sekunden lang in einer Startposition verharrt, bevor es tatsächlich losgeht. Ich auch nicht.
Ich werde nicht 30 Sekunden lang mit gebeugten Knien und unter Körperspannung verharren. Ich versuche lieber, locker zu bleiben und wenn er loslegt, lasse ich ihn sein Ding machen.
Aber ich werde nicht so lange völlig fixiert und konzentriert in einer Startposition verharren“, so Shelton über die Momente, wenn Zverev den Ball auftippt. Alexander Zverev mit seinem zweiten Grand-Slam-Pokal, diesmal bei den US Open
Shelton teilte seine Beobachtung auch Schiedsrichterin Marijana Veljovic (39) mit: „Ich sagte ihr: Ich verspreche dir: Es wird nie vorkommen, dass er aufschlägt, während ich noch nicht bereit bin.
Aber ich sollte nicht gezwungen sein, schon an der Linie zu warten, wenn er den Ball 20- bis 25-mal auftippt. Er prellt den Ball nie weniger als zehnmal.
Ich finde es eine unsinnige Regel, dass man schon dort stehen muss, nur weil der Gegner eine bestimmte Routine hat. Entscheidend sollte doch nur sein, dass man bereit ist, wenn er die Aufschlagbewegung beginnt.“ Doch die Serbin tat nichts.
Eine Verwarnung kassierte Zverev, weil beim ersten Aufschlag einmal die Zeit abgelaufen war. Ein zweites Mal passierte ihm das nicht.
Vor Shelton hatte sich nach dem Halbfinale schon Karen Khachanov (30) beschwert. Zverev nahm da die Kritik locker: „Das ist ziemlich lustig.
Ich habe keine Ahnung, warum ich das mache. Das ist keine Absicht.
Ich zähle nicht bis zu einer bestimmten Zahl. Ich weiß nicht, warum die Zahl so stark gestiegen ist.
Vor dem Halbfinale sah ich eine Statistik und dachte: Okay, es muss weniger werden.“ Für ihn gilt am Ende: Sieg ist Sieg. Haben Sie Fehler entdeckt?
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