Abwehr wackelt weiter: Stuttgart fängt immer die gleichen Tore VfB-Torhüter Fabian Bredlow (31/M.) war bei beiden Gegentoren in Hoffenheim machtlos. Die Defensive um Finn Jeltsch (20/r.) zeigte sich in den entscheidenden Momenten zu wackelig Stuttgart/Sinsheim – Alle haben davor gewarnt, verhindern konnte es keiner.

Der VfB Stuttgart kassierte am Samstag bei der TSG Hoffenheim (1:2) zwei einfache Gegentore. Die dem Muster glichen, das den VfB schon zuletzt zu schaffen gemacht hatte.

Kommt der Gegner ins Umschalten, brennt es beim VfB. Vor allem flache, tiefe Pässe hinter die Abwehr bereiten dem VfB derzeit zu häufig Probleme.

Ob bei den ergebnistechnisch klaren Spielen gegen Köln (4:1) und Viking FK (3:1) oder bei der 1:2-Niederlage in Hoffenheim: Aussichtsreiche Angriffe des Gegners ähneln sich jeweils sehr. Schon vor der Partie in Sinsheim warnte Trainer Sebastian Hoeneß (44) vor den – zuletzt ungestraften – Schwächen seiner Mannschaft: „Im Umschalten nach leichten Ballverlusten haben wir nicht das gezeigt, was du zeigen musst.“ Das Problem war bekannt.

Und kostet Stuttgart nach dem Hlozek-Doppelpack die nächsten Punkte. 13.

Minute: Der VfB verliert tief in der gegnerischen Hälfte den Ball. Hoffenheim kontert völlig unbedrängt.

Hlozek erhält einen Steckpass, läuft tief und der VfB‑Abwehr davon – 0:1. 67.

Minute: Hoffenheim erobert im Mittelfeld die Kugel. Der VfB lässt die TSG umschalten.

Zwei einfache Pässe später ist Hlozek wieder völlig frei im Rücken der Abwehr – 1:2. Der VfB verteidigte beide Male viel zu passiv.

Als letztes Glied der Fehlerkette sicherte die Abwehr die Tiefe zu schlecht ab. Aber schon vorher hätte Stuttgart besser verteidigen müssen.

VfB‑Torschütze Maximilian Mittelstädt (29) sagte: „Das waren zwei Situationen, in denen wir den Ball weit in der gegnerischen Hälfte verlieren. Da sind noch 80 Meter bis zum Tor.

Uns fehlt die Cleverness, auch mal ein taktisches Foul einzustreuen. Hoffenheim hat in den richtigen Momenten tief gespielt.

Wir müssen vorher verhindern, dass die Gegner auf die Kette dribbeln. Da müssen wir aus dem Zentrum Druck machen.“

In den entscheidenden Momenten war das Zentrum aber offen.

Auch, weil Stuttgarts spielstarke Doppelsechs um Angelo Stiller (25) und Grischa Prömel (31) ihre Stärken in der Offensive hat. Gegen die starke Dortmunder Offensive muss der VfB am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) defensiv verbessert, konsequenter, kompakter und mit besserer Absicherung auftreten.

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