Nach verunglücktem Saisonstart: Trainer-Rauswurf in der 3. Liga!

Drittliga-Schlusslicht Wehen Wiesbaden trennt sich von Trainer Daniel Scherning (42)

Trainer-Knall in der 3. Liga!

Der SV Wehen Wiesbaden zieht nach dem Fehlstart die Reißleine und trennt sich mit sofortiger Wirkung von Daniel Scherning (42). Das gab der Klub am Montag bekannt.

Auch Co-Trainer Andreas Zimmermann (56) muss seinen Posten räumen. Die Trennung hat einen sportlichen Hintergrund.

Nach fünf Spieltagen stehen lediglich zwei Punkte und zwei Tore auf dem Konto der Wiesbadener. Als einziges Team der Liga wartet Wehen noch auf den ersten Sieg und steht aktuell am Tabellenende.

Nach dem jüngsten 0:1 beim SV Waldhof Mannheim zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Scherning muss nach der Pleite gegen Mannheim den Verein verlassen

Und: Die Krise reicht deutlich weiter zurück.

Saisonübergreifend gewann der SVWW nur eine der vergangenen 15 Pflichtpartien. Auswärts wartet der Klub sogar bereits seit Mitte Januar auf einen Sieg.

Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver: „Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht. Wir danken Daniel für seinen Einsatz und seine Arbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.“

Scherning führte Wehen in den DFB-Pokal

Für Scherning endet damit ein Engagement, das zunächst vielversprechend begonnen hatte.

Erst im November vergangenen Jahres hatte er den damaligen Tabellen-13. übernommen und die Mannschaft mit einer starken Serie aus dem Tabellenkeller geführt.

Neun Siege aus seinen ersten 14 Ligaspielen ließen zwischenzeitlich sogar vom Aufstieg träumen. Dazu führte der Coach den Verein zum Gewinn des Hessenpokals und damit in den DFB-Pokal.

Doch danach ging die Entwicklung steil nach unten. Scherning verabschiedet sich dennoch versöhnlich: „Ich blicke mit Stolz auf meine Zeit beim SV Wehen Wiesbaden zurück.

Natürlich hätten wir uns den Start in diese Saison anders vorgestellt. Die Entscheidung des Vereins respektiere ich.“

Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernehmen die bisherigen Co-Trainer Frank Steinmetz und Giuliano Modica.

Schon am Mittwoch steht für den Tabellenletzten die nächste Bewährungsprobe an. Dann geht es auswärts zu Fortuna Köln.

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