Erster Auswärtspunkt: Aber Dynamo lässt in Braunschweig den Sieg liegen Zufrieden sieht anders aus: Die Dynamos nach dem Spiel in Braunschweig Dynamo Dresden trennt sich in einem vom Tod eines Fans überschatteten Keller-Duell der 2. Liga 2:2 von Eintracht Braunschweig.
Ob es ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte waren, darüber dürfte kontrovers diskutiert werden. Positiv: Die Dresdner geben mit dem ersten Auswärtspunkt der Saison die Rote Laterne zumindest vorübergehend an Kiel ab, das allerdings am Sonntag noch in Heidenheim spielt.
Und mit jetzt vier Zählern bleibt der Anschluss ans untere Tabellen-Mittelfeld gewahrt. Außerdem zeigte das Team von Trainer Thomas Stamm Moral, schlug nach der Braunschweiger 2:1-Führung schnell zurück.
Und: Beide Dresdner Tore durch Nicolai Rapp (3.) und Thomas Keller (72.) fielen nach Eckbällen. Standards kann Dynamo Dresden also.
Negativ: Die zwei Gegentore waren wieder extrem ärgerlich, weil unnötig. Das erste gelingt der Eintracht nach der frühen Dresdner Führung quasi vom Anstoß weg.
Torschütze Keller sauer: „Das 1:1 kriegen wir viel zu schnell und viel zu einfach.“ Und beim zweiten stellt sich der eingewechselte Tobias Raschl gegen Andi Hoti alles andere als clever an. Er hält den Ex-Dynamo einfach zu lange am Trikot, was zum Elfer für die Gastgeber führt.
Neuzugang Kennedy Okpala (r.) sorgte über die rechte Seite immer wieder für Gefahr
Weil Robert Wagner vor der Pause einen 20-Meter-Strahl an die Latte hämmert und die SGD in der Schlussphase noch zwei Top-Chancen zum 3:2 durch die Einwechsler Friedrich Müller und Simon Straudi liegen lässt, überwiegt am Ende vielleicht doch die Enttäuschung. Coach Stamm: bei Sky: „Am Ende musst du den Punkt mitnehmen, es bleibt uns nichts anderes übrig.
So ein Punkt kann schon auch wertvoll sein fürs nächste Spiel.“
Letztlich aber rückte das Ergebnis durch den tragischen Tod eines 52-jährigen Braunschweig-Fans komplett in den Hintergrund. Eintracht-Trainer Lars Kornetka: „Das nimmt uns alle mit.
Man merkt in der Kabine, dass das was mit den Spielern macht.“ Dynamo-Torschütze Nicolai Rapp: „Wir haben vor dem Spiel mitbekommen, dass es einen medizinischen Notfall gibt. Was passiert ist, ist unfassbar traurig und schockierend.“
Nachdem noch vor Anpfiff im Stadion versucht wurde, den Fan wiederzubeleben, blieb es in der ersten Halbzeit auf den Rängen komplett still.
Da zeigten beide Fanlager ganz viel Feingefühl. In der Pause wurde bekannt, dass der Fan auf dem Weg in die Klinik gestorben war.
Erst als seine Familie über den Stadionsprecher darum bat, in der 2. Halbzeit die Teams anzufeuern, wurde es im Stadion lauter.
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