Meloni will Burka-Verbot: „Zur Schule geht man mit unverhülltem Gesicht“ Auch Obergrenze für ausländische Schüler soll kommen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) beim Nachwuchs-Kongress ihrer Partei Fratelli d'Italia in Rom Rom (Italien) – Harte Maßnahmen an Italiens Schulen! Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) will die Verschleierung mit Burka oder Nikab im Klassenzimmer verbieten und auch den Anteil ausländischer Schüler pro Klasse deckeln.

Über die Vorschläge soll jetzt der Ministerrat beraten. „Zur Schule geht man mit unverhülltem Gesicht.

Und in Italien kann niemand im Namen einer echten oder vermeintlichen Tradition entscheiden, dass eine junge Frau sich verschleiern muss“, sagte Meloni beim Nachwuchs-Kongress ihrer Partei Fratelli d'Italia. Die geplante Obergrenze begründet sie mit besseren Integrationschancen für die Kinder.

„Wenn es in einer Klasse nur ein einziges Kind gibt, das kein Italienisch versteht, wird dieses Kind wahrscheinlich gemeinsam mit seinen Mitschülern und Lehrern die Sprache lernen und sich schnell integrieren können“, sagte die Chefin der in Rom regierenden rechten Dreierkoalition. Meloni will auch verpflichtende Sprachkurse für Eltern

Doch sie sagt auch ganz klar, dass es ihr auch um Vorteile für italienische Schulkinder geht: „Es kann nicht sein, dass sich in einer italienischen Klasse italienische Kinder in eine Ecke gedrängt fühlen, weil sie zur Minderheit geworden sind.

Das geht nicht.“ Zudem plant Meloni, Eltern von Schülern mit Integrationsproblemen zu Italienischkursen zu verpflichten. Angesichts der anhaltenden Migration über das Mittelmeer steht Meloni rund ein Jahr vor der nächsten Parlamentswahl unter Druck.

Zwar führt sie Italiens Regierung so lange ununterbrochen an wie kein anderer italienischer Ministerpräsident seit Kriegsende. Doch in Umfragen ist die noch weiter rechts stehende neue Partei „Futuro Nazionale“ im Aufwind.

Auch in Deutschland wird über Verschleierung im Unterricht diskutiert, seit unser Nachbarland Österreich ein Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren eingeführt hat. In Berlin wurden kürzlich mehrere Fälle bekannt, bei denen Mädchen in einer achten und neunten Klasse Nikabs trugen, der Gesichtsschleier ließ nur einen schmalen Augenschlitz frei.

Eine Achtklässlerin im Bezirk Spandau kam sogar ganz verhüllt zur Schule. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?

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