Zu Beginn der Generaldebatte eröffnete AfD-Chefin Alice Weidel mit scharfer Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und seiner Regierung. Weidel warf der Bundesregierung Versagen in den Bereichen Migration, Energie und Wirtschaft vor und sprach von einem drohenden Staatsbankrott Deutschlands.
Gleichzeitig stellte sie die CDU angesichts des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt als politische Randpartei dar. Merz konterte, indem er auf die absolute Mehrheit der CDU in Sachsen-Anhalt hinwies und betonte, dass AfD keine Regierungsmehrheit erringen werde.
Während seiner Rede wurde Merz wiederholt von Zwischenrufen der AfD unterbrochen, was Bundestagspräsidentin Julia Klöckner mit Verwarnungen quittierte. Merz kritisierte die AfD für eine russlandfreundliche Haltung und bezog sich dabei auf einen umstrittenen Satz eines AfD-Landeschefs.
Im Bereich Migration räumte Merz ein, dass mehr Abschiebungen notwendig seien, lehnte jedoch die von der AfD geforderte Remigration ab und bezeichnete sie als ethische Säuberung. Auf die Unterbrechungen aufgrund der KI-Strategie reagierte Merz mit einem Seitenhieb auf die angebliche fehlende Intelligenz in der AfD-Fraktion.
Seine Abschlussbotschaft appellierte an mehr gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, Fehler einzugestehen, um Deutschland gemeinsam voranzubringen.
