Weil er es nicht umbenennen darf: Trump schließt wichtiges Kultur-Center Washington – Nächste Eskalation im Kultur-Krieg von Washington! US-Präsident Donald Trump (80) lässt das berühmte Kennedy Center, die wichtigste Kulturstätte der amerikanischen Hauptstadt, dichtmachen.

Das von Trump dominierte Kuratorium beschloss am Dienstag die sofortige Schließung des Gebäudes. Als Gründe werden finanzielle Probleme und Sicherheitsmängel genannt.

Besonders brisant: Nur wenige Stunden zuvor hatte Bundesrichter Christopher Cooper Trump eine schwere Schlappe verpasst. Der Richter untersagte dem Kennedy-Center-Vorstand, Trumps Namen auf dem Gebäude oder dem Gelände anzubringen.

Offizielles Trump-Porträt im Kennedy Center in Washington. Die Trump-Regierung droht, das Kulturzentrum könne langfristig sogar abgerissen werden müssen, wenn notwendige Sanierungsarbeiten weiter aufgeschoben werden

Wörtlich urteilte er: „Einfach gesagt: Die Beklagten können weder für Präsident Trump noch für irgendjemanden oder irgendetwas am Kennedy Center Gedenkstätten errichten, ohne die Zustimmung des Kongresses.“

Der Streit schwelt seit Monaten.

Nachdem der Vorstand Trumps Namen bereits über dem Namen des früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) angebracht hatte, entschied Richter Christopher Cooper schon im Mai, dass nur der Kongress Änderungen am Namen des Kennedy Centers genehmigen darf.

Daraufhin wurde eine Plane über der Fassade angebracht, die sowohl Trumps Namen als auch große Teile des Kennedy-Schriftzugs verdeckt. Doch damit gab sich das Trump-Lager nicht zufrieden.

Eine Plane verdeckt den Namen Kennedys am Museum in Washington

Nach Angaben aus Gerichtsunterlagen und Medienberichten diskutierte der Vorstand zuletzt mehrere neue Möglichkeiten, den Präsidenten dauerhaft auf dem Gelände zu verewigen. Vorgeschlagen wurden etwa Inschriften wie: „Renovierung und Stiftung unter Aufsicht von Präsident Donald J.

Trump und dem Trump Kennedy Center Fund“ oder „Mit Dank für die Unterstützung von Präsident Donald J. Trump und dem Trump Kennedy Center Fund“.

Trump selbst spricht von einem Gebäude „im Zustand des Zusammenbruchs“. Die Führung des Hauses verweist auf massive Finanzprobleme und Sicherheitsbedenken.

Kritiker werfen dem Präsidenten dagegen vor, das traditionsreiche Kulturzentrum nach seinem eigenen Bild umformen zu wollen. Fest steht: Ausgerechnet das Kulturdenkmal für Ex-Präsident John F.

Kennedy ist zum Symbol eines Machtkampfes geworden, in dem es längst nicht mehr nur um Theater und Konzerte geht, sondern auch um die Frage, wie viel Trump künftig in Washington seinen Namen hinterlassen darf. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?

Hier können Sie uns schreiben.Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.