Volkswagen beabsichtigt, das Werk in Osnabrück an die Investmentgesellschaft Aurelius und das Land Niedersachsen zu verkaufen. Ziel ist, den Standort schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungstechnologien weiterzuentwickeln.

Etwa 1.400 der knapp 1.800 Beschäftigten sollen laut Betriebsrat eine Anschlussbeschäftigung erhalten, für den Rest wird nach Lösungen gesucht. Aurelius Capital, mit Schwerpunkt auf Verteidigung, Cybersicherheit und Künstlicher Intelligenz, soll künftig Mehrheitseigner der Volkswagen Osnabrück GmbH werden, das Land Niedersachsen hält eine Minderheitsbeteiligung.

In dem Werk sind Entwicklungen und Produktionen von Luftverteidigungssystemen geplant. Ein erstes wichtiges Projekt ist eine Kooperation mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael, bekannt für das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“.

Dessen Ziel ist die vollständige Produktion der Technologie in Deutschland zum Schutz Europas. Der Verkauf ist Teil des umfangreichen Umbaus bei Volkswagen.

Die Fahrzeugfertigung in Osnabrück wird im Sommer 2027 eingestellt, nachdem die Porsche-Produktion dort bereits 2025 endete. Das Werk blickt auf eine lange Tradition zurück und entstand aus dem ehemaligen Karosseriebauer Karmann.

Der Verkauf erfordert noch weitere Zustimmungen und behördliche Prüfungen.