In Sachsen-Anhalt hat die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit fünf Sitzen im Landtag eine potenzielle Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung. Die AfD verfehlte bei der Landtagswahl die absolute Mehrheit und zeigt sich offen für Kooperationen.
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig betonte mögliche gemeinsame Projekte mit der AfD, wobei die Partei aber weder den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund noch den CDU-Kandidaten Sven Schulze unterstützen will. Stattdessen wird eine Lösung mit einer überparteilichen Person und wechselnden Mehrheiten erwogen.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht setzt insbesondere im Bereich der Ukraine-Politik auf eine Zusammenarbeit mit der AfD, um Bundesratsinitiativen gegen Waffenlieferungen zu fördern. Gleichzeitig bestehen Differenzen, besonders in der Bildungspolitik, da die AfD unter anderem die Abschaffung der Schulpflicht fordert.
Ob alle BSW-Abgeordneten eine Annäherung an die AfD mittragen, bleibt unklar, zumal es interne Konflikte innerhalb der Partei gibt.
