Sogar Fox News ist dabei!: US-Sender stoppen Berichterstattung über Trump Us-Präsident Donald Trump muss bei seinen Auftritten zunächst ohne die üblichen TV-Kameras der großen US-Sender auskommen Washington – Donald Trump (80) sperrt drei große Medien vom Weißen Haus aus. Jetzt reagieren die wichtigsten US-Fernsehsender gemeinsam.
CNN, MS NOW und POLITICO dürfen seit Samstag nicht mehr aus dem Weißen Haus berichten. Ihre Reporter wurden abgewiesen und die Presseausweise eingezogen.
Trump hatte den Schritt zuvor mit seiner Kritik an der Berichterstattung der drei Medien begründet und ihnen „Fake News“ vorgeworfen. Jetzt bekommt der Präsident die Folgen zu spüren: Aus Solidarität mit dem ausgesperrten Sender CNN stellen die TV-Giganten ABC, CBS, NBC und sogar Fox News die gemeinsame TV-Berichterstattung über Trump vorerst ein.
Das teilte Bryan Boughton, Washington-Büroleiter von Fox News und Vorsitzender des TV-Pools, am Montag mit. Weil das Weiße Haus CNN an der Pool-Berichterstattung hindert, springt kein anderer Sender ein.
Im Pressebereich des Weißen Hauses wurden Solidaritätsschilder für AP, CNN, MS NOW und Politico an eine Wand geklebt
Der TV-Pool besteht aus den fünf großen Sendern ABC, CBS, NBC, Fox News und CNN. Sie wechseln sich bei der Berichterstattung über den Präsidenten ab.
Das jeweilige Kamerateam filmt Trumps Auftritte und Reisen und stellt das Material anschließend den anderen Sendern und weiteren Medien zur Verfügung. Dieses System ist jetzt vorerst ausgesetzt.
Besonders brisant: Trump ist diese Woche zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. CNN war ursprünglich am Montag für die Pool-Berichterstattung über den Präsidenten eingeplant.
Nach dem Ausschluss des Senders übernahm jedoch kein anderer der vier verbliebenen Sender dessen Platz. Damit fehlt bei Trumps öffentlichen Terminen derzeit die gemeinsame TV-Kamera der großen Sender.
Die fünf Sender erklärten gemeinsam, die Öffentlichkeit habe ein wichtiges Interesse an unabhängigen Informationen über die Regierung. Keine Regierung solle ein Nachrichtenmedium wegen dessen Berichterstattung beschränken.
Die drei ausgeschlossenen Medien CNN, MS NOW und POLITICO kündigten am Montag zudem eine gemeinsame Klage gegen die Regierung an. Sie argumentieren, dass der Ausschluss unter anderem gegen den Ersten Verfassungszusatz (Pressefreiheit) und gegen faire Verfahrensregeln verstoße.
Trump verteidigte die Maßnahme am Montag erneut. Er schrieb, das Weiße Haus richte sich nicht gegen die freie Presse, sondern gegen das, was er als „Fake News“ bezeichnet.
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