Jared Kushner und Steve Witkoff, Gesandte aus dem Umfeld des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, sind in Moskau eingetroffen, um Gespräche über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu führen. Am Sonntag planen sie, ihre Verhandlungen in der Ukraine fortzusetzen.

Voraussetzung für die Gespräche ist ein gegenseitiger Angriffsstopp: Die Ukraine soll keine Angriffe auf Moskau durchführen, während Russland keine Angriffe auf Kiew startet. In letzter Zeit lagen die Verhandlungen still, unter anderem wegen der US-Fokusverschiebung auf den Krieg im Iran.

Kushner und Witkoff hatten seit 2025 wiederholt Moskau besucht, waren aber bisher nicht in Kiew angekommen. Bei ihrer Ankunft in Moskau soll ein Treffen mit dem Präsidentenberater Kirill Dmitrijew stattfinden, der auch an früheren Gesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin beteiligt war.

Kurz zuvor hatte CIA-Direktor John Ratcliffe Moskau besucht, was einen ungewöhnlichen Besuch eines US-Geheimdienstchefs in der russischen Hauptstadt darstellt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sicherte zu, während des Aufenthalts der US-Gesandten den russischen Luftraum nicht zu beschießen und fordert von Russland eine ähnliche Zurückhaltung.

Trotz dieser Bedingungen griff Russland kurz vor dem Besuch zwei Flughäfen in Kiew an, was laut Selenskyj im Zusammenhang mit den bevorstehenden Verhandlungen steht. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, dass die Position Moskaus unverändert bleibe: Die Ukraine müsse auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten und die von Russland beanspruchten Regionen vollständig abtreten, auch wenn einige Gebiete noch nicht unter russischer Kontrolle stehen.