Angesichts wachsender Personalengpässe in der Armee genehmigte Wladimir Putin jetzt, dass auch Personen mit der Tauglichkeitsstufe „D“ - darunter Blinde und Schwerbehinderte - zum Beispiel in der Drohnenabwehr eingesetzt werden dürfen. Diese Gruppe gilt bisher als dauerhaft untauglich für den Militärdienst und ist regulär von der Wehrpflicht befreit.
Die Maßnahme soll primär in der regionalen Luftverteidigung angewandt werden, um mit ukrainischen Drohnenangriffen auf kritische Infrastruktur und Militäreinrichtungen umzugehen. Die niedrigen Zahlen bei der freiwilligen Vertragssoldatenrekrutierung sowie die Diskussionen über mögliche Mobilisierungen deuten auf erhebliche Lücken in den russischen Streitkräften hin.
Unterdessen sind US-Gesandte nach Kiew gereist, um Gespräche über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs zu führen, nachdem sie zuvor mit Putin in Moskau gesprochen hatten. Konkrete Ergebnisse dieser Verhandlungen wurden bisher nicht veröffentlicht.
