Endlich!: Merz deutet Steuersenkung bei Sprit an Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Bürger von den hohen Spritkosten entlasten. Seine Lösung: „verschiedene Steuern und Abgaben in den Blick nehmen“.
Die Regierung habe „mehrere Optionen“, sagte er am Dienstag in Berlin. „Wir werden in der Koalition über dieses Thema sprechen und ich hoffe auch bald zu Lösungen kommen.“
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte eine Direktauszahlung an Geringverdiener vorgeschlagen.
Merz dazu: Ein Auszahlungsmechanismus sei in der Koalition schon vor langer Zeit besprochen worden. Das Finanzministerium sei hier „an der Arbeit“.
Er hoffe, es werde damit auch bald fertig. „In der Zwischenzeit müssen wir uns auch noch über andere Möglichkeiten unterhalten.“
An der von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (53, CDU) vorgeschlagen Direktauszahlung an Geringverdiener arbeitet die Regierung bereits
Einer Übergewinnsteuer, wie sie die SPD fordert, erteilte der Kanzler erneut eine klare Absage.
„Ich sehe im Augenblick keine ausreichende faktische Grundlage und auch keine rechtliche Grundlage für die Besteuerung von sogenannten Übergewinnen“, sagte er. Seine Begründung: „Wir können nur Unternehmen besteuern, die ihren Besitz in Deutschland haben.“ Deutschland habe eine größere Zahl von Raffinerien.
Diese Raffinerien stünden selbst unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Statt sie zusätzlich zu besteuern, „müssen wir umgekehrt ein hohes Interesse daran haben, dass wir in Deutschland Raffinerien behalten.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) dagegen pocht weiterhin auf eine Übergewinnsteuer in der Europäischen Union.
Seine Vorschläge zur Entlastung der Bürger – die Übergewinnsteuer und ein Preisdeckel – lägen „seit Wochen auf dem Tisch“, sagte Klingbeil in Berlin. Die EU-Kommission müsse beim Thema Übergewinnsteuer „jetzt hier endlich konkrete Modelle und Instrumente“ vorschlagen.
Das Thema Übergewinnsteuer werde beim Treffen der EU-Finanzminister in Dublin am Freitag eine Rolle spielen, kündigte Klingbeil an. Er und fünf weitere europäische Finanzminister hatten im August in einem Brief an den irischen Finanzminister Simon Harris gefordert, die Übergewinnsteuer auf die Tagesordnung zu setzen.
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