Neue Vorfälle in Polen, Litauen und Dänemark: Sprengstoff-Drohnen-Alarm in Europa! Diese russische Gerbera-2-Drohne wurde in Polen in der Ostsee entdeckt und eine weitere in der Nacht zuvor über Litauen abgeschossen Brüssel – Drei Länder, drei Drohnen: Europas Nervenkostüm wird dünner.
In Polen, Litauen und Dänemark herrscht Drohnen-Alarm. Besonders beunruhigend ist der Fund an Polens Ostseeküste: Die dort entdeckte russische Drohne trug einen scharfen Sprengkopf.
Großeinsatz auch in Kopenhagen: Dort wurde eine Drohne in der Nähe des Wohnhauses des dänischen Verteidigungsministers gesichtet. „Sie enthielt einen Splittersprengkopf samt Zünder“, sagte ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Posen der Nachrichtenagentur PAP.
Spezialkräfte der polnischen Armee trennten den Sprengkopf vom Fluggerät und entschärften ihn noch am Strand von Rusinowo (deutsche Bezeichnung: Rützenhagen). Fest steht: Bei der Drohne handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um eine in Russland produzierte Gerbera-2. Sie wurde nahe dem Badeort Rusinowo in Westpommern entdeckt.
Jetzt soll sie in einer Militärbasis untersucht werden. Litauische Soldaten sichern die Absturzstelle einer Drohne, die nahe dem Dorf Pratkunai von italienischen Kampfjets der NATO-Luftüberwachungsmission über dem Baltikum abgeschossen wurde.
Der Ort liegt rund 90 Kilometer nordwestlich von Vilnius
Alarm auch in Litauen: In der Nacht zum Dienstag drang dort eine russische Kampfdrohne in den Luftraum ein und wurde abgeschossen. Auch sie war nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums mit einer Sprengladung ausgestattet.
Beide Drohnen kamen wohl aus Russland
Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (45) hält einen Zusammenhang für möglich. Die Drohne an der Ostsee könnte ebenfalls zuvor über Litauen geflogen sein, die Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad passiert und anschließend über der Ostsee operiert haben.
Polen und Litauen wollen die Vorfälle gemeinsam aufklären. In Dänemark läuft seit Mittwochmittag eine groß angelegte Operation mit Spezialkräften und der Sprengstoffbeseitigungseinheit der dänischen Streitkräfte.
Eine Drohne soll über das Wohnhaus von Verteidigungsminister Jeppe Bruus (48) geflogen sein. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, das Wohngebiet von Gladsaxe nördlich von Kopenhagen ist abgeriegelt.
Polizeidrohnen sind in der Luft und jagen das illegale Fluggerät. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?
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