Von der Leyen schlägt „assoziierte Mitgliedschaft“ vor: Kanada soll Premium-Partner der EU werden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) mit Kanada-Premier Mark Carney (61) Straßburg/Ottawa – Stärkere Partnerschaft und mehr Zusammenarbeit mit einem der neuen bedeutenden globalen Player! Die EU wird sich nach dem Willen von Ursula von der Leyen (67) enger an Kanada binden, die Kommissionspräsidentin stellte Ottawa eine völlig neue Art der EU-Mitgliedschaft in Aussicht!

„Beziehung zu Kanada auf das höchstmögliche Niveau“

Kanada soll demnach das erste „assoziierte Mitglied“ der Europäischen Union werden – trotz seiner geografischen Lage in Nordamerika. In Anwesenheit von Premierminister Mark Carney (61) lobte von der Leyen die tiefe Freundschaft, außerdem Handelsabkommen und den gemeinsamen Glauben an Demokratie.

Deshalb wolle sie „die Beziehung zu Kanada auf das höchstmögliche Niveau bringen“, sagte sie in ihrer Rede zur Lage der Union im EU-Parlament in Straßburg. „Wir teilen einen Ozean, wir vertreten die gleichen Werte, wir sehen die Welt mit den gleichen Augen.

Und wir werden jetzt auch unsere gemeinsame Zukunft gestalten“, sagte die mächtigste Frau der EU an Carney gerichtet, der als erster Regierungschef überhaupt einer Rede zur Lage der Union in Straßburg beiwohnte. Kanada-Premier arbeitet schon lange an Partnerschaft

„Assoziierte Mitgliedschaft“ – was bedeutet das eigentlich?

Carney strebt schon seit einiger Zeit eine „einzigartige Allianz“ mit der EU an, Anfang des Jahres sorgte er mit einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) für Aufsehen. Der liberale Premier (seit März 2025 im Amt) warb für neue Wege der internationalen Zusammenarbeit – und rüttelte dabei den ganzen Westen auf.

Die regelbasierte Weltordnung mit den USA in der Rolle als Hüter sei vorbei: „Wir nehmen die Welt aktiv so an, wie sie ist, und warten nicht auf eine Welt, wie wir sie uns wünschen.“

Nicht nur die EU, auch Deutschland vertieft die Zusammenarbeit mit Ottawa. Die „Kanada-Operation“ war eine echte Geheimsache im Kanzleramt – unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).

Es geht dabei um die großen Themen Verteidigung, Energie und Tech – Merz will auch die Lieferketten für die deutsche Industrie dauerhaft absichern. Partnerschaft auch ein Signal an Trump und Putin

Kanada als neuer strategischer Superpartner ist auch ein Signal an US-Präsident Donald Trump (80) und seine rigide Zoll- und Wirtschaftspolitik.

Doch wegen der neuen Bedeutung Kanadas und der starken Achse nach Europa dürfte auch Kreml-Herrscher Putin genau hinsehen. „In dieser neuen Welt müssen wir unsere Partnerschaften dringend neu denken“, betonte von der Leyen.

„Einige mögen Alleingänge für die richtige Antwort halten“, sagte sie. „Aber das ist keine Option für uns.“

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