Frontalangriff von Grünen-Chefin Brantner: Schwesig „spielt ein extrem riskantes Spiel“ Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) zieht klar gegen die AfD in den Wahlkampf Schwerin/Berlin – In der Endphase vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern holt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) immer weiter auf. In der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt sie erstmals seit drei Jahren vor der AfD.
Der Wahlkampf ist komplett auf Schwesig und den Kampf gegen die AfD zugeschnitten. Motto: „Die Frau gegen blau.“ Das sorgt für Empörung bei Grünen-Bundeschefin Franziska Brantner (47).
Die Grünen kratzen ebenso wie die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde und drohen, bei der Landtagswahl am Sonntag aus dem Parlament herauszufallen. Beide Parteien werfen Schwesig vor, mit ihrem polarisierenden Wahlkampf genau das in Kauf zu nehmen.
„Ich finde es verantwortungslos, wenn die SPD jetzt dazu aufruft, die Grünen aus dem Landtag zu drängen“, sagt Grünen-Chefin Brantner zu BILD. Grünen-Bundeschefin Franziska Brantner (47) beim Wahlkampfabschluss in Rostock
Und weiter: „Sie scheint nicht zu begreifen, dass es eine Langstrecke ist, die AfD-Ergebnisse wieder zu schmälern.
Sie riskiert den Sieg der demokratischen Kräfte für einen kurzen Jubelmoment. Niemand gewinnt, wenn sich Demokraten gegenseitig das Wasser abgraben, anstatt gemeinsam gegen die Rechtsextremen zu kämpfen.“
In der jüngsten Umfrage von Donnerstag lag die SPD mit 37 Prozent vor der AfD mit 36 Prozent.
Die Linke kam auf 9 Prozent, CDU auf 6 Prozent, Grüne auf 5 Prozent. Brantner: „Es geht bei der Wahl am Sonntag um eine stabile demokratische Regierung für Mecklenburg-Vorpommern, und mit Grünen im Schweriner Landtag wird genau das gelingen.
Wer glaubt, dass eine Umfrage schon das Endergebnis ist, spielt ein extrem riskantes Spiel.“
Die Prognose für die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern im ZDF-„heute journal“
Schwesig betonte im ZDF-„Morgenmagazin“, der Aufschwung der AfD sei ein bundesweiter Trend: „Es ist einfach eine Illusion zu denken, die AfD wäre nur stark in Ostdeutschland. Und wenn wir sehen, dass die AfD ein Potenzial hat von bis zu 45 Prozent, ist es schon eine große Leistung, dass wir die AfD hier weit unter 40 Prozent drücken.“ Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde die AfD vor knapp zwei Wochen mit 43,8 Prozent klar stärkste Kraft.
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