Wahl zum Ministerpräsidenten: Siegmund will im November antreten Wahlsieger Ulrich Siegmund (35) soll im November zum ersten AfD‑Ministerpräsidenten gewählt werden Magdeburg – Der Termin steht offenbar: AfD-Wahlsieger Ulrich Siegmund (35) will sich im November zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt wählen lassen. Wie BILD von mehreren Teilnehmern des Vorältestenrats erfahren hat, wurde dort auch über die Wahl des Ministerpräsidenten gesprochen.
Konkret ging es um die Frage, ob die Wahl bereits bei der konstituierenden Sitzung des Landtags am 6. Oktober auf die Tagesordnung kommt. Die Antwort von AfD-Fraktionsgeschäftsführer Tobias Rausch (35) fiel demnach eindeutig aus: Gewählt werden soll im November.
Auf BILD-Anfrage wollte die AfD den Zeitplan nicht kommentieren. Parteisprecher Patrick Harr erklärte: „Sie fragen hier zu Details aus nichtöffentlichen Sitzungen.
Dazu werden wir natürlich keine Informationen oder Stellungnahmen geben.“
Wenn alles so kommt wie im Vorältestenrat angekündigt, würde sich Siegmund deutlich früher zur Wahl stellen als zuletzt CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff (72). Nach der Landtagswahl 2021 lagen zwischen der konstituierenden Sitzung des Landtags und der Wahl des Regierungschefs mehr als zwei Monate.
Woher kommen die fehlenden Stimmen? Die AfD ist zwar stärkste Fraktion, hat mit 39 von 83 Abgeordneten aber keine eigene Mehrheit.
Offen ist nach wie vor, wer Ulrich Siegmund ins Amt verhilft. Kommen die fünf Stimmen des BSW hinzu oder am Ende doch Unterstützung aus den Reihen der CDU?
Die AfD behauptet, es gebe Gespräche mit einzelnen CDU‑Abgeordneten. Die Union weist das entschieden zurück.
Eine Landtagsabgeordnete kommentiert den Widerspruch trocken: „Einer von beiden lügt.“
Sachsen-Anhalts AfD bereitet sich derweil auf eine Regierungsübernahme vor. Siegmund, Landeschef Martin Reichardt (57) und weitere Spitzenvertreter reisen kommende Woche nach Wien.
Dort wollen sie unter anderem mit FPÖ-Chef Herbert Kickl (57) reden. Es ist nicht das erste Treffen mit Politikern der rechten Partei.
Bereits Anfang 2026 war die gesamte Landtagsfraktion zu einer Klausurtagung nach Salzburg gereist. Auch dort ging es um Regierungsarbeit, den Aufbau von Ministerien und mögliche Fallstricke für neue Regierungsparteien.
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