Schwesig macht Sprit-Wahlkampf: „Ich bin ziemlich sauer auf Merz“ Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) wirbt auf dem Rostocker Kabutzenhof um Stimmen Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) - Die letzte Woche im Wahlkampf hat begonnen: Am Sonntag wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Das Rennen ist knapp: Die SPD hat in den letzten Wochen den Abstand zur AfD verkürzt, steht in jüngsten Umfragen bei 34 Prozent, die AfD bei 37 Prozent.
„Das Rennen ist offen, die Lage ist ernst“, sagt Manuela Schwesig (SPD) heute in Rostock. Um Stimmen kämpft die Ministerpräsidentin heute beim Bürgerdialog im Zirkuszelt Fantasia in Rostock – rund 300 Stühle stehen für die Besucher bereit.
Draußen verteilen Schwesigs Wahlkämpfer den „Schwesig Duftbaum“. Bevor es Bratwurst und Bier gibt, teilt Schwesig im Zirkuszelt kräftig gegen den Bundeskanzler aus.
Beim Thema explodierende Spritpreise nimmt sie den Kanzler direkt ins Visier. Ihr Vorwurf: Die Bundesregierung schaue der Preisentwicklung tatenlos zu.
Bei einem Wahlkampfauftritt im Zirkuszelt teilt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gegen die Bundesregierung aus
Schwesig wörtlich: „Ich bin ziemlich sauer auf Bundeskanzler Merz.“ Ihre Forderung: ein Preisdeckel für Sprit nach Luxemburger Vorbild. Auch eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne bringt sie ins Spiel.
Finanzminister Lars Klingbeil unterstütze den Vorschlag. Spritpreise: Schwesig schlägt Pendler-Alarm
Schwesig sagt, die Menschen könnten die hohen Preise „nicht mehr“ verkraften.
Gerade Pendler, Familien und der Mittelstand würden dadurch „in die Knie“ gezwungen. Dann legt sie nach: Wenn Merz einen vernünftigen Vorschlag ablehne, müsse er wenigstens eine Alternative vorlegen.
Schwesig: „Auf gar keinen Fall kann es so weiterlaufen.“
Wie genau sie das als Ministerpräsidentin umsetzen will, bleibt unklar. DENN: Schon im Juli scheiterten Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland mit einem entsprechenden Vorschlag im Bundesrat!
Auf BILD-Nachfrage, was sie als Ministerpräsidentin wirklich gegen die hohen Spritpreise tun könne, verweist Schwesig auf ihre Erfolge bei der Rentenangleichung, der Grundrente und den Rentenpunkten für pflegende Angehörige: „Es ist nicht so, dass man nichts bewirken kann.“
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