Debatte nach Weimer-Vorstoß: Reform von ARD und ZDF? Das sagen die BILD-Leser Medienstaatsminister Wolfram Weimer (61, parteilos) hat eine Zusammenlegung mehrerer ARD-Anstalten ins Gespräch gebracht Berlin – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (61, parteilos) hat die Zukunft von ARD und ZDF in ihrer bisherigen Form infrage gestellt.

Bei einer internen Rede bei einer Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung brachte Weimer nach Teilnehmerberichten eine Privatisierung des ZDF und die Zusammenlegung mehrerer ARD-Anstalten ins Gespräch. BILD wollte von Ihnen, liebe Leser, wissen: Müssen ARD und ZDF reformiert werden?

Das Ergebnis der Umfrage: 95 Prozent sagen Ja, vier Prozent Nein, ein Prozent ist unentschlossen. BILD fasst nachfolgend einige Leser-Kommentare zur Debatte um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zusammen.

Diese Leser fordern eine Reform von ARD und ZDF

Siegfried K.: „Ja, auf jeden Fall. Diese vielen Sender bei TV und Radio, die fast nur das Gleiche senden, gehören zusammengelegt.

Ich finde auch die Regionalsender, da gibt es auch zu viele, müssen weg oder gebündelt werden.“ Auch die zahlreichen Spartenkanäle hält der Leser für überflüssig. „Brauchen wir wirklich Sender wie z.

B. Radio Bremen, MDR, Hamburg mit seinen X TV- und Radiosendern?

Privat können die alle machen, was sie wollen, aber nicht von unseren Steuergeldern.“

Carl K.: „Das Problem zu großer ÖRR ist u. a., dass sie irgendwann der Selbsterhaltung dienen und ihren eigentlichen Auftrag und Zweck vergessen.“ Der Leser fordert eine Rückbesinnung auf den Kernauftrag: „Objektive Berichterstattung, von mehreren Quellen bestätigt und wahrheitsgemäß, das wünsche ich mir.“ Gleichzeitig müsse es bei den Sendern wieder stärker um Qualität statt Geschwindigkeit gehen.

Sein Fazit: „Back to the roots, Qualität vor Schnelligkeit, Objektivität statt Parteinahme und ein gesundes Schrumpfen, anstatt ständige Vergrößerung.“

Hans H.: „Politische Neutralität muss wieder der oberste Maßstab werden. Zudem sollten teure Showformate, eigens in Auftrag gegebene Serien und Filme, etc.

verschwinden. Man sollte sich wieder primär auf neutrale Nachrichten fokussieren und nicht auf Entertainment.

Der ÖRR sollte generell abspecken. ARD und ZDF … Warum?

Einer reicht. Auch die Landesanstalten wie WDR, SWR, NDR etc.

sollten die Kosten minimieren und wieder primär auf neutrale Nachrichten verpflichtet werden. Dies sollte für TV‑ und Radioanstalten gelten.

Kein Mensch braucht 5 WDR‑Radiosender. Einer oder maximal zwei müssen hier reichen.“

Martin B.: „Unbedingt.

Diese beiden Beamtenapparate auf Kosten der Bürger sind längst überfällig, reformiert zu werden. Genauso, wie viele andere Dinge in Deutschland.

Wozu benötigen wir so viele 3. Programme? Wozu ein ZDF?

Wozu so viele Intendanten, die riesige Pensionsansprüche erhalten? Das alles ist nur ein riesiger Selbstbedienungsladen, der von den Haushalten bezahlt werden MUSS.

Aus der Kirche kann ich austreten. Dann zahl ich keine Kirchensteuer.

Ich brauche kein Auto fahren – dann zahle ich keine Kfz‑Steuer. Arbeiten muss ich auch nicht.

Dann zahl ich keine Einkommensteuer. Aber GEZ muss ich IMMER zahlen, auch für meinen 2. Wohnsitz, wenn ich einen hätte.

Und was bekomme ich als Gegenleistung? Zu 98 % nur Schrott.“

Hartmut O.: „(...) Die üppigen Betriebsrenten mit den Gebühren der Beitragszahler zu finanzieren, gehen gar nicht.

Hat die BBC, die weltweit sendet (inklusive ihrer kommerziellen Töchter), Gesamteinnahmen von rund 7,06 Mrd. Euro (£5,96 Milliarden), so kommen ARD + ZDF und das angeschlossene Deutschlandradio zusammen auf ein Rekordbudget von knapp 10,39 Mrd.

Euro pro Jahr. Das deutsche System ist damit finanziell um rund 47 % größer als die BBC.

Das schreit doch förmlich nach erheblichem Reformbedarf für ARD+ZDF!“

Arnd L.: „Das System der 50er Jahre ist heute nicht mehr anwendbar.“ Die Medienlandschaft habe sich grundlegend verändert. „Die Mediengesellschaft und die Möglichkeit, auf Informationen zuzugreifen, haben sich komplett geändert und niemand braucht mehr 3. Programme mit regionalen Sendern.“ Sein Fazit: „Eine Reform längst überfällig.“

Hans-Jürgen L.: „Müssen ARD und ZDF reformiert werden?

Nein, abschaffen das Ganze. Von dem monatlichen Rundfunkbeitrag in Höhe von 18,36 Euro bleiben nach Abzug aller internen Personal- und Rentenkosten rund 12,50 Euro ca.

für das eigentliche Programm übrig und es wird weniger. Weg damit.“

Oliver H.: „Nicht reformieren, sondern weitgehend abschalten bis Grundversorgung: 1 TV‑Sender, ein Radiosender.“

Andreas K.: „Ich denke mal, dass wir momentan andere Sorgen haben.

Ich bin mit beiden Sendern zufrieden.“ Der Leser sieht an anderer Stelle größeres Einsparpotenzial: „Wenn manche meinen, einen Wasserkopf zu begradigen, dann müsste man bei den über 90 bestehenden Krankenkassen anfangen, dort kann richtig viel eingespart werden.“

Jörg B.: „Warum muss ein System, das jahrzehntelang erfolgreich war, überhaupt reformiert werden? Nur um vor der AfD und ihren Anhängern zu kuschen?

Nein. Außerdem bestimmen die Länder die Regeln für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und nicht irgendein Staatsminister aus der zweiten Reihe.

Und so jemand wird von unseren Steuern bezahlt? Vielleicht sollte man ihn wegreformieren.

Würde auch Geld sparen.“

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