„Es gibt ein reales Risiko“: Polen-Premier Tusk warnt vor Putin-Trick Drohnen oder Raketen könnten Nato-Territorium treffen Polen-Premier Donald Tusk (69) sorgt sich: Die nächsten Monate könnten in Europa unruhig werden Warschau – Polens Regierungschef Donald Tusk (69) schlägt Alarm – und beruft sich dabei auf einen direkten Bericht des amerikanischen CIA-Chefs. Die kommenden Monate könnten für Polen und ganz Europa unruhig werden.
Tusk warnt vor mehreren möglichen Szenarien und fordert, sich auf Entwicklungen vorzubereiten, die weit über den Krieg in der Ukraine hinausgehen. Muss sich Europa ernsthaft Sorgen machen?
Bei einer Konferenz der Regierungschefs der Visegrád-Staaten (V4: Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn) im slowakischen Bratislava ließ Tusk aufhorchen. Nach eigenen Angaben habe er in den vergangenen Stunden einen „ziemlich genauen Bericht“ direkt vom Leiter der CIA erhalten.
Was genau darin steht, verriet der polnische Premierminister allerdings nicht. Tusk machte aber deutlich: Die Gefahr beschränke sich nicht auf die Front in der Ukraine.
Auch die Ostflanke der Europäischen Union müsse sich auf unterschiedliche Szenarien einstellen. Tusk im Wortlaut: „Es sollten unterschiedliche Szenarien erwartet werden, und Polen und ganz Europa müssen auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet sein, wenn es um die Situation nicht nur an der russisch-ukrainischen Front, sondern auch an der Ostflanke der EU geht.“
Wenige Stunden später wurde Tusk im polnischen Parlament deutlich konkreter.
Unter Berufung auf Geheimdienstinformationen warnte er vor einem russischen Plan, die ukrainische Wirtschaft und Logistik zu zerstören und zugleich Nato-Staaten an der Ostflanke mit hybriden Angriffen unter Druck zu setzen. „Es gibt ein reales Risiko, dass Drohnen oder andere Arten von Raketen auf das Territorium eines oder mehrerer Nato-Länder an der Ostflanke fliegen und sogar Schäden verursachen“, so Tusk.
Der Polen-Premier glaubt, dass Kremlchef Wladimir Putin (73) dann einen bekannten Trick anwenden wird. Russland werde behaupten, „dass dies ein Unfall war“ und es keinen Grund für eine Reaktion der Nato gebe.
Die Warnung kommt vor dem Hintergrund mehrerer Vorfälle nahe der polnischen Grenze. Erst am Sonntag wurde ein Zug von Kiew nach Warschau nahe Dorohusk–Jahodyn von einer russischen Drohne getroffen.
Am Donnerstag stiegen nach einem weiteren Drohnenalarm nahe der Grenze sogar polnische F‑16-Kampfjets auf. Polen grenzt an Russland und Belarus und ist Drehscheibe westlicher Hilfslieferungen.
Deshalb wiegt die Warnung besonders schwer. Tusk erwartet zudem „anhaltende, sehr häufige und intensive Angriffe“ auf ukrainische Städte, Logistikzentren und die Eisenbahn-Infrastruktur.
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