Neue Umfrage: Union fällt auf historisches Tief Schwierige Lage für Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz (70) Köln – Der nächste Schock für die Union: Nur eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kracht die CDU/CSU in der aktuellen Yougov-Sonntagsfrage auf ein historisches Tief. Würde am kommenden Sonntag die Bundestagswahl stattfinden, kämen CDU und CSU nur noch auf 18 Prozent – zwei Punkte weniger als im August.

An der Spitze thront weiterhin die AfD. Sie legt einen Punkt zu und erreicht 29 Prozent.

Damit liegt sie satte elf Punkte vor der Union. Auch die Grünen können zulegen: Sie gewinnen einen Prozentpunkt und landen bei 16 Prozent.

Die SPD verbessert sich ebenfalls leicht auf 13 Prozent (+1). Dagegen verliert die Linke zwei Punkte und kommt nur noch auf 10 Prozent.

FDP und BSW liegen weiterhin an der Fünf-Prozent-Hürde: Die FDP bleibt bei 5 Prozent, das BSW steigt um einen Punkt auf 4 Prozent. Großer Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt: Ulrich Siegmund (35, M.), Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, jubelt mit den Bundesvorsitzenden Alice Weidel (47) und Tino Chrupalla (51)

Trotz ihres Wahlerfolgs in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD für eine klare Mehrheit der Bürger eine rechtsextreme Partei.

59 Prozent sagen, dass die AfD rechtsextrem ist. 30 Prozent sehen das anders.

Besonders deutlich fällt das Urteil bei den Anhängern von Grünen, SPD und Linken aus: 97 Prozent der Grünen-Wähler, 89 Prozent der SPD-Anhänger und 82 Prozent der Linken-Wähler halten die AfD für rechtsextrem. Auch bei der Union überwiegt diese Einschätzung deutlich.

69 Prozent der CDU/CSU-Wähler halten die AfD für rechtsextrem, 22 Prozent nicht. Und jetzt wackelt auch noch die „Brandmauer“

Noch explosiver ist ein anderes Ergebnis der Umfrage: Die sogenannte Brandmauer gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD verliert offenbar an Rückhalt.

Im September sagen erstmals 51 Prozent, dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen sollten. Nur 40 Prozent wollen die Zusammenarbeit weiterhin grundsätzlich ausschließen.

Noch im August war das Bild umgekehrt: Damals wollten 46 Prozent eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen, während 44 Prozent dies nicht grundsätzlich ausschließen wollten. Bei der Union bröckelt die Front: Nur 38 Prozent der CDU/CSU-Wähler wollen die Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich ausschließen.

55 Prozent sind dagegen der Meinung, dass andere Parteien eine Zusammenarbeit nicht grundsätzlich ausschließen sollten. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?

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