Nebenkosten-Schock! Mieter besonders betroffen: Millionen Deutsche haben Schulden bei Strom und Gas Viele Deutsche können Rechnungen für Strom und Gas nicht mehr bezahlen (Symbolbild) Berlin – Während die Ölpreise weiter kräftig anziehen und das Tanken massiv verteuern, kämpfen viele Deutsche auch mit den Energiekosten in den eigenen vier Wänden.

Schockierende Zahlen kommen jetzt vom Statistischen Bundesamt: 3,8 Millionen Menschen lebten 2025 in Haushalten, die bei Rechnungen von Versorgungsbetrieben wie Strom- oder Gasanbietern im Zahlungsverzug waren. Mieterhaushalte haben überdurchschnittlich häufig Rückstände!

Von allen Personen, die in Häusern oder Wohnungen leben, die gemietet werden, waren 5,8 Prozent betroffen. Bei Eigentümerhaushalten sind es etwas weniger, hier leben 3,3 Prozent der Personen in verschuldeten Haushalten.

Insgesamt haben damit 4,6 Prozent der Deutschen Rückstände bei Strom und Gas. Der Anteil ist leicht gesunken, im Jahr 2024 waren es noch 5 Prozent.

Dazu passt: Die Preise für Energieträger wie Strom, Gas, Heizöl und z. B.

Fernwärme lagen im August 2026 um 0,7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Allerdings waren die Energiepreise im Zuge der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine seit 2022 massiv gestiegen und liegen weiterhin auf hohem Niveau.

Gebühren für Müll und Wartung stark gestiegen

Nach Berechnungen des Statistik-Amts sorgen aber auch andere Nebenkosten und nötige Nachzahlungen bei Mietern für finanzielle Belastung. Demnach sind die Preise für z.

B. Wasserversorgung, Müllabfuhr, Gebäudereinigung und Wartung zuletzt überdurchschnittlich gestiegen.

Sie lagen im August 2026 um 3,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat – und sind damit stärker gestiegen als die allgemeine Inflation (2,9 Prozent). So stark werden Nebenkosten zur Belastung für Mieter

Neben- und Betriebskosten beim Wohnen werden laut Experten immer mehr zu einer belastenden „zweiten Miete“.

In vielen Städten stiegen sie zuletzt schneller als die Kaltmiete. Gegenüber dem Vorjahr legten die Kosten für Mieter um rund fünf Prozent zu.

Eine Auswertung des Nebenkostenprüfers Mineko auf Basis von mehr als 164.000 geprüften Abrechnungen zeigt: Bundesweit liegen die Betriebskosten bei rund 3,59 Euro pro Quadratmeter und Monat. Bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 78,9 Quadratmetern sind das etwa 283 Euro im Monat – rund 3400 Euro im Jahr.

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