Harald Schmidt nach Sachsen-Anhalt-Wahl: „Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine“ Entertainer Harald Schmidt (69): „Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine“ Berlin – Harald Schmidt lässt sich vom AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt nicht beeindrucken. Im Podcast „Studio 9 – Der Tag mit …“ vom „Deutschlandfunk“ sagte der legendäre Entertainer: „Es sind eben Wahlen und dann gibt es Ergebnisse.“ Wer mit Wahlausgängen unzufrieden sei, müsse entweder Wahlen abschaffen oder die Ergebnisse vorher festlegen.
Auch mit der Diskussion über die „gelebte Demokratie“ kann Schmidt wenig anfangen. „Ich finde ja, der Begriff ‚gelebte‘ stört schon.
Es ist Demokratie. Was soll ‚gelebte‘ sein?“ Er fragt weiter: „Gibt es auch ‚ungesichert rechtsextrem‘?“ Trotz des AfD-Erdrutschsiegs in Sachsen-Anhalt mit 44 Prozent bleibt Schmidt gelassen.
„Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine“, sagte er. Viele Menschen hätten Angst, das verstehe er.
„Ich bitte aber um Entschuldigung dafür, dass ich keine habe.“
Harald Schmidt lästert über Lars Klingbeil auf dem Fahrrad
Dem AfD-Wahlkampf zollte Schmidt Respekt. „Ulrich Siegmund auf dem Moped – glaubhaft, egal wie Sie politisch zu ihm stehen.“ Über SPD-Chef Lars Klingbeil (48) spottete er dagegen: „Lars Klingbeil auf dem Fahrrad sieht aus, als ob der Medienberater gesagt hat: ‚Mach ihm für das Foto die Stützräder weg.‘“
SPD-Chef Lars Klingbeil (48) zeigt sich neuerdings auf dem Gravelbike
Bissig wurde Schmidt auch beim Blick auf ältere Wähler: Die „Altparteien“ sollten demnach besser „lieb“ zur „Generation 65 plus“ sein, denn „wir sind die Einzigen, die euch noch wählen“.
Allerdings auch nur, „weil wir natürlich mit den Gelenken gar nicht weiter runterkommen auf dem Wahlzettel“. Kanzler Friedrich Merz bekam sogar eine Prise Mitgefühl ab.
„Kommt er zu den Bränden, heißt es: Er steht nur rum. Kommt er nicht, heißt es: Er interessiert sich nicht“, sagte Schmidt.
Kritiker und Opposition hatten Merz vorgeworfen, seinen Urlaub während der Waldbrände in NRW nicht unterbrochen zu haben. Als der Kanzler schließlich anreiste, wurde er von einigen Anwohnern mit Buhrufen empfangen.
Über Merz’ Versuch, empathischer zu wirken, spottete Schmidt: Es sei schwierig, wenn man Empathie „nicht wirklich hat, ich weiß, wovon ich rede“. Harald Schmidt (69) ist einer der bekanntesten deutschen Entertainer und Fernsehmoderatoren.
Berühmt wurde er vor allem mit seiner Late-Night-Sendung „Die Harald Schmidt Show“. Mittlerweile hat Schmidt sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
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