Nach Angriffen in Saudi Arabien: Wichtige Pipeline mehrere Wochen außer Betrieb Eine wichtige saudische Ölpipeline, die bei Angriffen beschädigt wurde, wird laut offiziellen Angaben für mehrere Wochen wegen Reparaturen größtenteils außer Betrieb sein. Die sogenannte Ost-West-Pipeline gilt als eine der wichtigsten Lebensadern für den weltweiten Ölhandel.

Über die mehr als 1200 Kilometer lange Leitung transportiert Saudi-Arabien Rohöl von den Förderfeldern am Persischen Golf zum Hafen Yanbu am Roten Meer. Die Pipeline ist für Saudi-Arabien derzeit besonders wichtig.

Sie ermöglicht den Export von Öl über das Rote Meer und damit unter Umgehung der Straße von Hormus, die durch den Konflikt in der Region stark beeinträchtigt ist. Zuletzt wurden über die Leitung täglich vier bis fünf Millionen Barrel Rohöl transportiert.

Das entspricht etwa vier bis fünf Prozent des weltweiten Ölangebots. Genau diese wichtige Route wurde nun Ziel eines Angriffs.

Bei Drohnenattacken in den Regionen Riad und Medina wurde die Pipeline beschädigt. Satellitenbilder zeigen schwere Brandschäden an Pumpstationen entlang der Trasse.

Mehrere Menschen wurden nach saudischen Angaben verletzt. Ein längerer Ausfall könnte Folgen weit über Saudi-Arabien hinaus haben.

Händler warnen bereits vor sinkenden Exportmengen und steigenden Ölpreisen. Die Sorge: Wenn weniger saudisches Öl den Weltmarkt erreicht, könnten auch die Spritpreise in Europa weiter anziehen.

Zumal die Ost-West-Pipeline derzeit eine der wichtigsten Ausweichrouten für Ölexporte ist, während die Straße von Hormus wegen des Konflikts in der Region nur eingeschränkt genutzt werden kann. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel?

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