Hamburg hat das kürzlich eröffnete Hotel „The Niu Quay“ in Harburg bis Juni 2027 hauptsächlich für die Unterbringung von 340 Flüchtlingen aus der Ukraine gemietet. Die Stadtkasse muss dafür voraussichtlich höhere Kosten tragen, da reguläre Zimmerpreise im Hotel mit etwa 124 Euro pro Nacht deutlich über dem bisherigen Durchschnitt von 82 Euro für Flüchtlingsunterkünfte liegen.

Das Hotel mit 146 Zimmern und 20 Apartments, das ursprünglich als wichtiger Bestandteil der touristischen Entwicklung des Harburger Binnenhafens geplant war, steht seit dem 1. September nicht mehr für reguläre Gäste zur Verfügung.

Die Sozialbehörde begründet die Entscheidung mit der angespannten Lage bei der öffentlichen Unterbringung, die derzeit zu 103 Prozent ausgelastet ist. Trotz der angekündigten Reduzierung von Hotelunterkünften für Geflüchtete hält Hamburg an dieser Lösung fest, was in der Lokalpolitik auf Kritik stößt.

Insgesamt lebten im Juni 2025 mehr als 5300 Flüchtlinge in Hamburg verteilt auf 55 Hotels und Pensionen. Auch bundesweit ist die Nutzung von Hotels als kurzfristige Unterkünfte für Geflüchtete weit verbreitet, wobei im vergangenen Jahr Kosten von 164 Millionen Euro entstanden.