Ein Hackerangriff auf den Berliner Senat hat nach Angaben von Recherchen zahlreiche vertrauliche Daten offengelegt. Die Hackergruppe Rhysida veröffentlichte im Darknet 5,26 Terabyte an Informationen, darunter Notfallpläne, Kontodaten und Telefonnummern von Landesbeamten.
Zu den kompromittierten Dokumenten gehört ein Ordner zur chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrenplanung (CBRN). Damit sind auch sicherheitsrelevante Details, wie Baupläne und Leitlinien für Notfälle, allgemein zugänglich geworden.
Experten warnen vor erheblichen Sicherheitsrisiken, da diese Daten auch für Terrorakte missbraucht werden könnten. Der CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter betont, dass die Offenlegung der Krisen- und Kommunikationspläne gravierende Folgen haben könnte.
Ein Investigativjournalist sieht den Angriff in einem staatsgefährdenden Ausmaß und befürchtet unter anderem mögliche verheerende Anschläge auf die Infrastruktur. Über die nächsten Schritte seitens der Berliner Verwaltung gibt es bislang kaum Informationen, ebenso wenig zur Information der potenziell betroffenen Bürger.
