Lanz ledert gegen Stegner: „Dieser Satz widert mich an“ Markus Lanz (57) hat in seiner Sendung genug von Politiker-Floskeln Abholen! Mitnehmen!

Erklären! Von diesen geölten Politiker-Sprüchen hatte Markus Lanz plötzlich so richtig die Nase voll.

Seine Reaktion: ein heftiger Gefühlsausbruch mit anschließender Standpauke. Auslöser war die Forderung von SPD-Urgestein Ralf Stegner (66), dass man bei der Rentenreform „Politik besser erklären“ müsse.

An dieser Stelle verlor der Talkmaster die Geduld: „Dieser Satz widert mich langsam an“, wetterte er. „Diese Floskel von den Wählern, denen man angeblich irgendwas erklären muss!

Und die man dann irgendwo, ich weiß nicht genau, wo dieser Ort sein soll, dieser geheimnisvolle, wo man sie abholen muss! Das kann ich wirklich nicht mehr hören!“

Lanz im Gespräch mit Stegner und Grünen-Co-Chefin Franziska Brantner (47).

Außerdem waren Journalist Michael Bröcker (49/„Politico“) und Manfred Lütz (72/Psychiater und Psychotherapeut) zu Gast

Und dann kam der Talkmaster sichtlich erbost auf den entscheidenden Punkt: „Diese paternalistische Haltung, die uns genau dahin gebracht hat, wo wir heute sind! Sie müssen nichts besser erklären.

Die Leute verstehen ganz genau, worum es da geht. Vielleicht verstehen sie es zu gut, und deswegen wählen sie Sie nicht!“

„Sie reden, als wären Sie die Opposition“

„Dass die zu blöd sind, um zu verstehen, das ist nicht mein Argument“, verteidigte sich Stegner, doch Lanz ließ nicht locker: „So klingt das aber!

Welche Rentenreform wollen Sie denn eigentlich machen? Wissen Sie das eigentlich noch selber?

Sie als Regierung! Wer unterstützt was?

Sie reden so, als wären Sie die Opposition! Und genau das ist Teil des Problems.“

Weitere Erklärungsversuche Stegners würgte Lanz ungeduldig ab: „Jajajajaja.

Die Leute sind nicht doof. Deswegen muss man sie auch nicht irgendwohin mitnehmen, und auch nicht abholen.

Man muss das alles nicht machen.“ Seine Kritik: Nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sei die SPD ein „aufgescheuchter Hühnerhaufen“, der bei der Rente jetzt alles noch mal in Frage stelle. „Und dann“, so Lanz, „entsteht dieses Chaos, und die Leute haben das Gefühl, die meinen gar nicht mehr ernst, was sie sagen.“

Auch beim Thema Antisemitismus gab es Kloppe.

Lanz: „Herr Stegner, ganz ohne Schaum vor dem Mund: Wenn Sie sagen, das ist in diesem Land wieder ein Problem, haben Sie völlig recht, aber müsste man dann nicht ehrlich und selbstkritisch sagen: Der Antisemitismus, über den wir heute sprechen, ist arabisch geprägter Antisemitismus?“ Und könnte der „was zu tun haben mit der Migrationspolitik der vergangenen Jahre“? Journalist Michael Bröcker (49) von „Politico“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) forderte klipp und klar: „Es ist ausgeschlossen für die Berliner SPD, mit dieser Linkspartei, die in Teilen gesichert antisemitische Elemente hat, zusammenzugehen.

Das könnten Sie heute Abend hier sagen.“ Stegner antwortete erst: „Ich habe das nicht zu entscheiden.“ Nach einem Einspieler mit Bildern von einer Palästinenser-Demo mit dem Kampfruf „Yalla Intifada“ fügte der SPD-Politiker hinzu: „Wenn solche Leute was zu melden haben, kann man mit denen nicht zusammenarbeiten.“ Doch damit ließ sich Lanz nicht abspeisen. Sein knappes Urteil: „Sie eiern rum!“

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