Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer: Deutscher Top-General wird Militärchef der Nato Rückt in der Nato auf: Generalinspekteur Carsten Breuer (61) Kopenhagen – Deutschlands ranghöchster Soldat macht Karriere bei der Nato. Generalinspekteur Carsten Breuer (61) wurde in Kopenhagen zum neuen Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses gewählt.
Er folgt auf den italienischen Admiral Giuseppe Cavo Dragone. Der deutsche Vier-Sterne-General tritt sein Amt im Juli 2027 an.
Der Vorsitzende des Militärausschusses gilt neben dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa (Saceur) als einflussreichster Nato-Militär. Er ist der wichtigste militärische Berater des Generalsekretärs Mark Rutte (59) und zugleich das Bindeglied, über das Empfehlungen der Generalstabschefs aller Nato-Mitgliedstaaten den politischen Entscheidungsgremien vorgelegt werden.
Pistorius lobt strategische Weitsicht
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) lobte Breuer: Der Generalinspekteur habe strategische Weitsicht bewiesen und an entscheidender Stelle mit dazu beigetragen, die Bundeswehr neu aufzustellen. „Jetzt wird er seine ganze Kraft und Erfahrung bei der Nato einbringen, die vor großen, historischen Aufgaben steht.“ Die Bedrohung vor allem durch Russland nehme zu.
Die europäischen Partner würden sich intensiver um ihre eigene Sicherheit und konventionelle Abschreckung kümmern, während die USA ihren Fokus auch auf andere Regionen ausweiteten. Breuer ist seit März 2023 Generalinspekteur der Bundeswehr und damit der ranghöchste Soldat Deutschlands.
Der 61-jährige General übernahm das Amt von seinem Vorgänger Eberhard Zorn, der diese Position seit April 2018 innehatte. Vor seiner Ernennung zum Generalinspekteur war Breuer Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, das er selbst aufgebaut hatte.
Bekanntheit erlangte er auch als Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt. Wer neuer Generalinspekteur der Bundeswehr werden soll, ist offen.
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